Leitfaden Männerrunde (Pfarrei)
Für fünf bis sieben Männer, die von Pornografie frei werden wollen. Dreizehn Treffen von Aschermittwoch bis Pfingsten 2027, offline, in der Pfarrei oder zu Hause.
Entwurf, Stand 11. Oktober 2026. Theologische Prüfung offen.
Worum es geht
Viele Männer tragen das still mit sich herum und halten es für ihr privates Versagen. Eine kleine Runde, die sich jede Woche trifft, macht etwas, das kein Programm allein kann: Man ist nicht mehr der Einzige. Man sagt einmal in der Woche ehrlich, wie es war, hört den anderen zu und geht mit einem kleinen Vorsatz nach Hause.
Die Runde ist ein Gespräch unter Männern. Sie ist keine Therapie, kein Kurs mit Prüfung und keine Kontrolle. Niemand muss etwas beweisen, niemand wird verurteilt.
Die Treffen laufen parallel zum Kurs „Fastenzeit bis Pfingsten“: dreizehn Wochen, sechs in der Fastenzeit, eine ruhige Karwoche ohne Treffen, sieben in der Osterzeit. Gebet, Schrift und die Beichte als Einladung gehören dazu, ohne Zwang.
Für wen die Runde ist
- Für erwachsene Männer ab 18 Jahren, die selbst etwas ändern wollen. Niemand wird geschickt.
- Für Männer, die mit Pornografie kämpfen, egal ob es sich wie ein Zwang anfühlt oder wie eine Gewohnheit, die nicht zu ihren Werten passt. Die Runde stellt keine Diagnose.
- Nicht für Jugendliche. Das Material ist für Erwachsene geschrieben.
- Nicht als Ersatz für Behandlung. Wer mehr Hilfe braucht, bekommt in der Runde einen Hinweis, wo er sie findet (Abschnitt „Rolle des Moderators“ und die Liste „Weitere Hilfe“).
Der Rahmen
- Größe: fünf bis sieben Männer. Ab acht lieber zwei Runden.
- Ort: ein ruhiger Raum, in den niemand hineinschaut. Stuhlkreis, kein Tisch in der Mitte. Gut geeignet sind ein Raum im Pfarrheim, eine Sakristei-Nebenstube oder eine Wohnung. Eine Kerze und eine Bibel liegen bereit.
- Zeit: ein fester Wochentag, 60 bis 75 Minuten. Pünktlich anfangen, pünktlich aufhören.
- Einstieg: Neue Männer kommen bis zum dritten Treffen dazu. Danach nur, wenn die Runde zustimmt.
- Dauer: Die Runde vereinbart von Anfang an ein Ende: das dreizehnte Treffen. Danach entscheidet sie neu. Ein festes Ende macht es leichter, dranzubleiben.
- Kosten: keine. Gebraucht werden dieser Leitfaden, eine Uhr und ein Raum.
- Moderation: Ein Mann leitet, ein zweiter vertritt ihn. Beide nehmen auch selbst teil.
Gesprächsregeln
Der Moderator liest sie zu Beginn jedes Treffens kurz vor. Das dauert eine Minute und schützt alle.
- Was hier gesagt wird, geben wir nicht weiter. Keine Namen und keine Geschichten nach draußen, auch nicht an Ehefrauen, Freunde oder Kollegen. Diese Diskretion ist eine Absprache unter uns und hat eine Grenze: wenn das Leben eines Menschen oder ein Kind in Gefahr ist (siehe „Rolle des Moderators“). Das sagen wir am Anfang offen, damit niemand überrascht wird.
- Ich-Form. Jeder spricht von sich: „Ich habe …“, „Mir hilft …“. Nicht „man“ und nicht „du solltest“.
- Keine Details über Inhalte. Wir reden nicht darüber, was einer gesehen hat oder auf welchen Seiten. Wir reden darüber, was vorher war, wie es einem ging und was hilft. Das schützt die anderen.
- Keine Ratschläge, um die keiner gebeten hat. Zuhören, danken, weitergeben. Wer einen Rat möchte, fragt danach.
- Scham raus. Niemand wird ausgelacht, belehrt oder verurteilt. Ehrlich über das eigene Tun reden, ohne den anderen zu beschämen. Wer gefallen ist, gehört weiter dazu.
- Jeder darf schweigen. „Ich passe heute“ genügt.
- Handys aus. Lautlos und in die Tasche.
- Kein Vergleichen. Keine Tagezähler, keine Ranglisten, keine Bildschirme herzeigen.
Ablauf eines Treffens
| Schritt | Dauer | Was passiert |
|---|---|---|
| 1. Ankommen | 5 bis 10 Min. | Begrüßung, Gesprächsregeln vorlesen. |
| 2. Austausch in Ich-Form | 20 bis 25 Min. | Jeder zwei bis drei Minuten: Wie war meine Woche? Was hat getragen, wo war es schwer? Hat mein Vorsatz gehalten? Die anderen hören zu und kommentieren nicht. |
| 3. Wochenthema | 10 Min. | Der Moderator stellt das Thema der Woche vor (aus dem Kurs, unten bei jedem Treffen). |
| 4. Eine Frage | 15 bis 20 Min. | Die Frage der Woche, wieder in Ich-Form. Es geht ums Erzählen, nicht ums Lösen. |
| 5. Stille | 5 Min. | siehe unten |
| 6. Vorsatz | 5 bis 10 Min. | Jeder nennt einen kleinen, konkreten Vorsatz als Wenn-Dann-Satz. |
| 7. Abschluss | 5 Min. | Nächster Termin, Gruß an die, die fehlen, Dank. Pünktlich enden. |
Gebet in der Runde. Zu Beginn das Kreuzzeichen und eine kurze Bitte um den Heiligen Geist, frei oder mit dem „Komm, Heiliger Geist“. In Schritt 5 liest einer die Schriftstelle der Woche vor, danach zwei Minuten Stille, wer mag, sagt eine kurze Bitte, alle beten das Vaterunser. Zum Abschluss ein „Gegrüßet seist du, Maria“ oder das Gebet zum heiligen Michael. Niemand muss laut beten.
So klingt ein Vorsatz: „Wenn ich abends allein bin, lege ich das Handy um 22 Uhr in die Küche.“ Klein genug, dass er gelingen kann. In der nächsten Woche erzählt jeder kurz, wie es damit war. Niemand kommentiert.
Die dreizehn Treffen
Das Thema kommt aus dem Kurs der App, für die Runde braucht es die App nicht. Wer den Kurs macht, kennt das Thema schon; für alle anderen stellt es der Moderator in zwei, drei Sätzen vor.
Treffen 1 · Woche ab 10.2.2027
- Thema: Motivation und Werte: Wofür will ich frei sein?
- Frage: Wer oder was soll mehr Platz in meinem Leben bekommen, wenn ich frei bin?
- Schriftstelle: Mk 10,46-52 (Der blinde Bartimäus)
- Vorsatz-Idee: Schreib den Satz „Ich will frei sein, damit …“ zu Ende und leg ihn dorthin, wo du abends bist.
Treffen 2 · Woche ab 16.2.2027
- Thema: Auslöser und Schwachstellenkarte
- Frage: Was geht bei mir einem schweren Moment meistens voraus: welche Zeit, welcher Ort, welches Gefühl?
- Schriftstelle: Mt 26,36-46 (Jesus in Getsemani: Wacht und betet)
- Vorsatz-Idee: Achte diese Woche darauf, was vor einem schweren Moment war. Nur hinschauen, nicht verurteilen.
Treffen 3 · Woche ab 22.2.2027
- Thema: Umfeld ordnen und gute Alternativen
- Frage: Was in meinem Alltag macht es mir unnötig leicht, und was würde es mir schwerer machen?
- Schriftstelle: Phil 4,8-9 (Worauf ihr bedacht sein sollt)
- Vorsatz-Idee: Eine Sache im Umfeld ändern, zum Beispiel: Das Handy schläft außerhalb des Schlafzimmers.
Treffen 4 · Woche ab 1.3.2027
- Thema: Drang annehmen und Gegenhandeln
- Frage: Wie fühlt sich ein Drang bei mir an, und was hat mir schon einmal geholfen, ihn vorbeiziehen zu lassen?
- Schriftstelle: Mk 4,35-41 (Der Sturm auf dem See)
- Vorsatz-Idee: Bei einem Drang zuerst den Körper bewegen: aufstehen, den Raum wechseln, neunzig Sekunden ruhig atmen.
Treffen 5 · Woche ab 8.3.2027
- Thema: Gedanken, Gefühle, Einsamkeit und Nähe
- Frage: Wann fühle ich mich allein, und mit wem könnte ich diese Woche etwas Echtes teilen?
- Schriftstelle: Koh 4,9-12 (Zwei sind besser als einer)
- Vorsatz-Idee: Einen Menschen anrufen oder treffen, nicht nur schreiben.
Treffen 6 · Woche ab 15.3.2027
- Thema: Dein persönlicher Rückfallplan
- Frage: Was tue ich in den ersten 24 Stunden, wenn ich gefallen bin, und wen rufe ich an?
- Schriftstelle: Lk 15,11-24 (Der barmherzige Vater) und Mi 7,8 (das Wort, von dem Consurgam seinen Namen hat)
- Vorsatz-Idee: Deinen Plan für einen schweren Tag auf eine Seite schreiben und einem Menschen zeigen.
- Vor der Karwoche: Wer mag, sucht sich eine Zeit zur Beichte. Niemand fragt danach.
Karwoche · 21.3.2027 bis 27.3.2027
Kein Treffen. Die Karwoche gehört der Liturgie: Wer mag, feiert Gründonnerstag, Karfreitag und die Osternacht in seiner Pfarrei mit. Beichtgelegenheiten der Pfarrei stehen allen offen.
Treffen 7 · Woche ab 28.3.2027
- Thema: Festigung
- Frage: Was ist in den letzten Wochen fester geworden, auch wenn nicht alles gelungen ist?
- Schriftstelle: Lk 24,13-35 (Die Emmausjünger)
- Vorsatz-Idee: Eine Gewohnheit aus den ersten Wochen bewusst behalten.
Treffen 8 · Woche ab 4.4.2027
- Thema: Freude
- Frage: Was hat mir zuletzt echte Freude gemacht, und wie bekommt sie mehr Raum?
- Schriftstelle: Joh 15,9-11 (Damit meine Freude in euch ist)
- Vorsatz-Idee: Eine Sache planen, die dir guttut und die du sonst aufschiebst.
Treffen 9 · Woche ab 11.4.2027
- Thema: Freundschaft
- Frage: Welche Freundschaft möchte ich pflegen, und was ist mein nächster Schritt?
- Schriftstelle: Joh 15,12-15 (Ich nenne euch Freunde)
- Vorsatz-Idee: Mit einem Freund etwas unternehmen.
Treffen 10 · Woche ab 18.4.2027
- Thema: Gabe
- Frage: Was kann ich geben, und wem?
- Schriftstelle: Joh 13,1-15 (Die Fußwaschung)
- Vorsatz-Idee: Eine Sache für einen anderen tun, ohne davon zu erzählen.
Treffen 11 · Woche ab 25.4.2027
- Thema: Werte leben
- Frage: Wo habe ich zuletzt nach meinen Werten gehandelt, obwohl es mich etwas gekostet hat?
- Schriftstelle: Mt 7,24-27 (Das Haus auf dem Felsen)
- Vorsatz-Idee: Einen Wert wählen und ihn diese Woche an einer Stelle sichtbar machen.
Treffen 12 · Woche ab 2.5.2027
- Thema: Auffrischung: Karte und Plan
- Frage: Was an meinem Plan stimmt nicht mehr, und was ändere ich?
- Schriftstelle: Joh 21,15-17 (Petrus wird neu gefragt)
- Vorsatz-Idee: Deinen Plan überarbeiten und deinem Anker neu zeigen.
Treffen 13 · Woche ab 9.5.2027
- Thema: Der Weg geht weiter
- Frage: Was nehme ich mit, und wie geht es nach dieser Runde für mich weiter?
- Schriftstelle: Joh 14,15-18 (Der Beistand: Ich lasse euch nicht als Waisen zurück)
- Vorsatz-Idee: Festlegen, wie es weitergeht: als Runde, zu zweit oder allein mit festem Termin.
Rolle des Moderators
Der Moderator ist Gastgeber, nicht Therapeut und nicht Richter. Er ist auch nicht Beichtvater. Was in der Runde gesagt wird, steht nicht unter dem Beichtgeheimnis. Die Männer versprechen einander Diskretion; bei einer konkreten Gefahr für Leib und Leben gelten die Schutz- und Meldewege.
- Er achtet auf Zeit und Regeln und gibt jedem Raum. Er spricht selbst nicht am meisten.
- Er bremst freundlich, wenn es zu Details oder zu Ratschlägen kommt: „Danke. Lass uns bei dir bleiben: Was war vorher?“
- Er bereitet sich eine Viertelstunde vor: Thema, Frage, Schriftstelle oder Ruhesatz lesen.
- Er braucht selbst jemanden zum Reden. Am besten einen Priester oder Seelsorger, den er nach einem schweren Abend anrufen kann.
Wann er an Fachleute verweist. Er stellt keine Diagnose, aber er sagt es, wenn eine Runde nicht reicht:
- Wenn jemand von Lebensmüdigkeit oder Selbstverletzung spricht: ernst nehmen, direkt nachfragen, ihn nicht allein gehen lassen. Gemeinsam eine Telefonseelsorge anrufen (Nummern in der App unter „Jemanden zum Reden“ und auf der Seite „Weitere Hilfe“). Bei akuter Gefahr den Notruf 112 wählen.
- Wenn es um Darstellungen von Kindern oder um sexuelle Impulse gegenüber Kindern geht: Das gehört nicht in die Runde. Der Moderator spricht den Mann unter vier Augen an und nennt spezialisierte, vertrauliche Hilfe (in Deutschland zum Beispiel das Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden“). Wenn ein Kind konkret gefährdet ist, geht sein Schutz der Vertraulichkeit vor. Dann holt sich der Moderator sofort Rat: bei der Präventionsfachkraft des Bistums, beim Jugendamt oder bei der Polizei.
- Wenn Arbeit, Ehe, Schlaf oder Geld deutlich leiden, wenn jemand trotz ernsthafter Versuche nicht weiterkommt, oder wenn Niedergeschlagenheit, Angst, alte Verletzungen, Alkohol oder andere Mittel dazukommen: Hausarzt, Psychotherapie, eine Fachambulanz oder eine Beratungsstelle (Liste „Weitere Hilfe“).
- Wenn die Ehe in der Krise ist: Ehe- und Paarberatung. Die Partnerin hat eigene Hilfeangebote (ebenfalls in der Liste). In der Runde spricht jeder über sich, nicht über sie.
- Wenn einer von Schuldgefühlen nicht loskommt, die sich immer wieder um dieselben Gedanken drehen: ein fester Beichtvater, und wenn es nicht nachlässt, zusätzlich eine Psychotherapeutin oder ein Psychotherapeut.
Wiedereinstieg: wenn einer gefehlt hat
- Fehlen ist normal. Niemand muss sich entschuldigen oder erklären.
- Die Runde fragt nicht nach. Ein Satz genügt: „Schön, dass du da bist.“
- Wer zurückkommt, sagt im Austausch nur seinen Stand von heute, zwei Minuten wie alle anderen. Es wird nichts nachgeholt.
- Thema und Frage der verpassten Wochen stehen in diesem Leitfaden. Wer mag, liest sie nach.
- Nach zwei verpassten Treffen meldet sich der Moderator einmal kurz und ohne Druck: „Wir denken an dich. Du bist jederzeit willkommen.“ Nicht öfter.
- Gerade wer nach einem Fall aus Scham wegbleibt, soll wissen: Die Tür bleibt offen bis zum letzten Treffen.
Wenn die Runde kleiner wird oder zerfällt
Viele Gruppen verlieren nach etwa drei Monaten an Kraft. Das ist kein Scheitern, sondern ein bekanntes Muster. Plant es ein:
- Ein Ende vereinbaren. Bis zum dreizehnten Treffen, dann neu entscheiden.
- Zu dritt geht es auch. Ab drei Männern läuft die Runde wie beschrieben, nur kürzer.
- Zu zweit: als feste Zweierschaft, einmal in der Woche 30 Minuten, gern am Telefon: Austausch, Frage der Woche, Vorsatz.
- Allein (Solo-Modus): Wenn keiner mehr kommt oder es in deiner Nähe keine Runde gibt, behältst du die Wochenstruktur und gehst sie allein: ein fester Termin mit dir selbst, 30 Minuten pro Woche. 1. Drei Sätze aufschreiben: Wie war meine Woche, was hat getragen, wo war es schwer? 2. Thema der Woche lesen (hier oder im Kurs). 3. Die Frage der Woche schriftlich beantworten. 4. Schriftstelle lesen, Stille, Vaterunser. 5. Einen Vorsatz als Wenn-Dann-Satz aufschreiben. 6. Einem Menschen eine kurze Nachricht schicken oder ihn anrufen: „Meine Woche war so, mein Vorsatz ist dieser.“ Das kann dein Anker sein. Dazu, wenn du magst, regelmäßig die Beichte und ab und zu ein Gespräch mit einem Priester.
- Neu anfangen: Das Michaelsfasten (15. August bis 29. September) ist ein guter Zeitpunkt, eine Runde neu zu beginnen.
Wenn einer gefallen ist
- Er darf es sagen, ohne Einzelheiten: „Ich bin diese Woche gefallen.“ Die Runde dankt ihm für seine Ehrlichkeit.
- Kein Seufzen, keine Vorwürfe, keine Analyse durch die anderen.
- Er selbst schaut auf das, was vorher war (müde, allein, spät, Handy im Bett), und nimmt einen Vorsatz für die nächste Woche mit.
- Es gibt keinen Zähler, der auf null springt. Ein Fall löscht die guten Wochen nicht aus.
- Der Moderator kann einladen: „Die Beichte steht dir offen. Wann und bei wem, entscheidest du.“ Die Beichte ist ein Geschenk. Sie ist keine Bedingung, um in der Runde zu bleiben, und niemand wird gefragt, ob er gebeichtet hat.
- Wenn einer immer wieder fällt, ist das kein Grund, ihn auszuschließen. Es ist ein Grund, ihn auf zusätzliche Hilfe hinzuweisen (siehe oben).
- Wenn es mehreren schwer geht: nicht dramatisieren, zurück zur Struktur. Die Runde trägt gerade dann.
Glaube in der Runde
- Gebet: Kreuzzeichen, Bitte um den Heiligen Geist, Schriftstelle, Stille, Vaterunser, ein Mariengebet oder das Gebet zum heiligen Michael. Kurz und schlicht.
- Beichte: Für die Teilnahme an der Runde ist sie keine Bedingung und nie ein Thema, über das in der Runde berichtet wird. Die Kirche lädt jeden, der sich einer schweren Sünde bewusst ist, zur Beichte ein, bevor er zur Kommunion geht. Ob etwas schwer wiegt, klärt man mit einem Beichtvater, nicht in der Runde. Wenn die Pfarrei in der Fastenzeit zusätzliche Beichtzeiten anbietet, sagt der Moderator es weiter.
- Der Priester als Begleiter: Er muss die Runde nicht leiten. Er kann einmal zu Gast sein (gut passt Treffen 6 vor der Karwoche oder Treffen 7 in der Osterwoche), er steht für Einzelgespräche und die Beichte zur Verfügung, und er betet für die Männer. Was einer ihm in der Beichte sagt, bleibt dort; was in der Runde gesagt wird, erzählt der Moderator ihm nicht weiter.
- Barmherzigkeit und Wahrheit gehören zusammen. Die Lehre der Kirche zur Keuschheit bleibt, wie sie ist. In der Runde zählt, dass jeder wiederkommen kann.
Wie die App helfen kann, ohne Pflicht
- Die Runde funktioniert ohne App. Niemand muss sie haben oder kaufen.
- Wer die App Consurgam nutzt, findet dort das Wochenthema als Kurs-Einheit, einen Notfallknopf für die schweren 90 Sekunden, den Abendrückblick und „Jemanden zum Reden“.
- Ein Mann aus der Runde kann für einen anderen der Anker sein: der Mensch, den man anruft. Das vereinbaren die beiden unter sich.
- Die App teilt nichts mit der Runde. Es gibt kein Konto, keine Gruppe in der App, keine Liste. Was ein Mann einträgt, bleibt auf seinem Gerät.
Datenschutz in der Runde
- Keine Teilnehmerliste mit dem Thema darauf. Wenn es eine Kontaktliste braucht, heißt sie nur „Männerrunde Dienstag“.
- Keine Fotos, keine Protokolle, keine Aufzeichnungen.
- Ein Gruppenchat nur für Organisatorisches: Termin, Raum, „Ich komme später“. Nichts Persönliches in den Chat.
- Wer eine Runde ankündigt, nennt Ort und Zeit, aber nie Namen.
Einladung zum Weitergeben
Hallo, ich will in der Fastenzeit etwas angehen, das viele Männer still mit sich tragen: von Pornografie frei werden. Wir treffen uns ab Aschermittwoch einmal in der Woche zu fünft bis siebt, [Wochentag, Uhrzeit], [Ort]. Gut eine Stunde, ehrlich, ohne Verurteilung, mit Gebet. Wir gehen vertraulich miteinander um. Keine Anmeldung, keine Liste, keine App nötig. Hast du Lust, dabei zu sein? Antworte mir einfach, oder komm vorbei.