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Leitfaden Männerrunde (Pfarrei)

Für fünf bis sieben Männer, die von Pornografie frei werden wollen. Dreizehn Treffen von Aschermittwoch bis Pfingsten 2027, offline, in der Pfarrei oder zu Hause.

Entwurf, Stand 11. Oktober 2026. Theologische Prüfung offen.

Worum es geht

Viele Männer tragen das still mit sich herum und halten es für ihr privates Versagen. Eine kleine Runde, die sich jede Woche trifft, macht etwas, das kein Programm allein kann: Man ist nicht mehr der Einzige. Man sagt einmal in der Woche ehrlich, wie es war, hört den anderen zu und geht mit einem kleinen Vorsatz nach Hause.

Die Runde ist ein Gespräch unter Männern. Sie ist keine Therapie, kein Kurs mit Prüfung und keine Kontrolle. Niemand muss etwas beweisen, niemand wird verurteilt.

Die Treffen laufen parallel zum Kurs „Fastenzeit bis Pfingsten“: dreizehn Wochen, sechs in der Fastenzeit, eine ruhige Karwoche ohne Treffen, sieben in der Osterzeit. Gebet, Schrift und die Beichte als Einladung gehören dazu, ohne Zwang.

Für wen die Runde ist

  • Für erwachsene Männer ab 18 Jahren, die selbst etwas ändern wollen. Niemand wird geschickt.
  • Für Männer, die mit Pornografie kämpfen, egal ob es sich wie ein Zwang anfühlt oder wie eine Gewohnheit, die nicht zu ihren Werten passt. Die Runde stellt keine Diagnose.
  • Nicht für Jugendliche. Das Material ist für Erwachsene geschrieben.
  • Nicht als Ersatz für Behandlung. Wer mehr Hilfe braucht, bekommt in der Runde einen Hinweis, wo er sie findet (Abschnitt „Rolle des Moderators“ und die Liste „Weitere Hilfe“).

Der Rahmen

  • Größe: fünf bis sieben Männer. Ab acht lieber zwei Runden.
  • Ort: ein ruhiger Raum, in den niemand hineinschaut. Stuhlkreis, kein Tisch in der Mitte. Gut geeignet sind ein Raum im Pfarrheim, eine Sakristei-Nebenstube oder eine Wohnung. Eine Kerze und eine Bibel liegen bereit.
  • Zeit: ein fester Wochentag, 60 bis 75 Minuten. Pünktlich anfangen, pünktlich aufhören.
  • Einstieg: Neue Männer kommen bis zum dritten Treffen dazu. Danach nur, wenn die Runde zustimmt.
  • Dauer: Die Runde vereinbart von Anfang an ein Ende: das dreizehnte Treffen. Danach entscheidet sie neu. Ein festes Ende macht es leichter, dranzubleiben.
  • Kosten: keine. Gebraucht werden dieser Leitfaden, eine Uhr und ein Raum.
  • Moderation: Ein Mann leitet, ein zweiter vertritt ihn. Beide nehmen auch selbst teil.

Gesprächsregeln

Der Moderator liest sie zu Beginn jedes Treffens kurz vor. Das dauert eine Minute und schützt alle.

  1. Was hier gesagt wird, geben wir nicht weiter. Keine Namen und keine Geschichten nach draußen, auch nicht an Ehefrauen, Freunde oder Kollegen. Diese Diskretion ist eine Absprache unter uns und hat eine Grenze: wenn das Leben eines Menschen oder ein Kind in Gefahr ist (siehe „Rolle des Moderators“). Das sagen wir am Anfang offen, damit niemand überrascht wird.
  2. Ich-Form. Jeder spricht von sich: „Ich habe …“, „Mir hilft …“. Nicht „man“ und nicht „du solltest“.
  3. Keine Details über Inhalte. Wir reden nicht darüber, was einer gesehen hat oder auf welchen Seiten. Wir reden darüber, was vorher war, wie es einem ging und was hilft. Das schützt die anderen.
  4. Keine Ratschläge, um die keiner gebeten hat. Zuhören, danken, weitergeben. Wer einen Rat möchte, fragt danach.
  5. Scham raus. Niemand wird ausgelacht, belehrt oder verurteilt. Ehrlich über das eigene Tun reden, ohne den anderen zu beschämen. Wer gefallen ist, gehört weiter dazu.
  6. Jeder darf schweigen. „Ich passe heute“ genügt.
  7. Handys aus. Lautlos und in die Tasche.
  8. Kein Vergleichen. Keine Tagezähler, keine Ranglisten, keine Bildschirme herzeigen.

Ablauf eines Treffens

Schritt Dauer Was passiert
1. Ankommen 5 bis 10 Min. Begrüßung, Gesprächsregeln vorlesen.
2. Austausch in Ich-Form 20 bis 25 Min. Jeder zwei bis drei Minuten: Wie war meine Woche? Was hat getragen, wo war es schwer? Hat mein Vorsatz gehalten? Die anderen hören zu und kommentieren nicht.
3. Wochenthema 10 Min. Der Moderator stellt das Thema der Woche vor (aus dem Kurs, unten bei jedem Treffen).
4. Eine Frage 15 bis 20 Min. Die Frage der Woche, wieder in Ich-Form. Es geht ums Erzählen, nicht ums Lösen.
5. Stille 5 Min. siehe unten
6. Vorsatz 5 bis 10 Min. Jeder nennt einen kleinen, konkreten Vorsatz als Wenn-Dann-Satz.
7. Abschluss 5 Min. Nächster Termin, Gruß an die, die fehlen, Dank. Pünktlich enden.

Gebet in der Runde. Zu Beginn das Kreuzzeichen und eine kurze Bitte um den Heiligen Geist, frei oder mit dem „Komm, Heiliger Geist“. In Schritt 5 liest einer die Schriftstelle der Woche vor, danach zwei Minuten Stille, wer mag, sagt eine kurze Bitte, alle beten das Vaterunser. Zum Abschluss ein „Gegrüßet seist du, Maria“ oder das Gebet zum heiligen Michael. Niemand muss laut beten.

So klingt ein Vorsatz: „Wenn ich abends allein bin, lege ich das Handy um 22 Uhr in die Küche.“ Klein genug, dass er gelingen kann. In der nächsten Woche erzählt jeder kurz, wie es damit war. Niemand kommentiert.

Die dreizehn Treffen

Das Thema kommt aus dem Kurs der App, für die Runde braucht es die App nicht. Wer den Kurs macht, kennt das Thema schon; für alle anderen stellt es der Moderator in zwei, drei Sätzen vor.

Treffen 1 · Woche ab 10.2.2027

  • Thema: Motivation und Werte: Wofür will ich frei sein?
  • Frage: Wer oder was soll mehr Platz in meinem Leben bekommen, wenn ich frei bin?
  • Schriftstelle: Mk 10,46-52 (Der blinde Bartimäus)
  • Vorsatz-Idee: Schreib den Satz „Ich will frei sein, damit …“ zu Ende und leg ihn dorthin, wo du abends bist.

Treffen 2 · Woche ab 16.2.2027

  • Thema: Auslöser und Schwachstellenkarte
  • Frage: Was geht bei mir einem schweren Moment meistens voraus: welche Zeit, welcher Ort, welches Gefühl?
  • Schriftstelle: Mt 26,36-46 (Jesus in Getsemani: Wacht und betet)
  • Vorsatz-Idee: Achte diese Woche darauf, was vor einem schweren Moment war. Nur hinschauen, nicht verurteilen.

Treffen 3 · Woche ab 22.2.2027

  • Thema: Umfeld ordnen und gute Alternativen
  • Frage: Was in meinem Alltag macht es mir unnötig leicht, und was würde es mir schwerer machen?
  • Schriftstelle: Phil 4,8-9 (Worauf ihr bedacht sein sollt)
  • Vorsatz-Idee: Eine Sache im Umfeld ändern, zum Beispiel: Das Handy schläft außerhalb des Schlafzimmers.

Treffen 4 · Woche ab 1.3.2027

  • Thema: Drang annehmen und Gegenhandeln
  • Frage: Wie fühlt sich ein Drang bei mir an, und was hat mir schon einmal geholfen, ihn vorbeiziehen zu lassen?
  • Schriftstelle: Mk 4,35-41 (Der Sturm auf dem See)
  • Vorsatz-Idee: Bei einem Drang zuerst den Körper bewegen: aufstehen, den Raum wechseln, neunzig Sekunden ruhig atmen.

Treffen 5 · Woche ab 8.3.2027

  • Thema: Gedanken, Gefühle, Einsamkeit und Nähe
  • Frage: Wann fühle ich mich allein, und mit wem könnte ich diese Woche etwas Echtes teilen?
  • Schriftstelle: Koh 4,9-12 (Zwei sind besser als einer)
  • Vorsatz-Idee: Einen Menschen anrufen oder treffen, nicht nur schreiben.

Treffen 6 · Woche ab 15.3.2027

  • Thema: Dein persönlicher Rückfallplan
  • Frage: Was tue ich in den ersten 24 Stunden, wenn ich gefallen bin, und wen rufe ich an?
  • Schriftstelle: Lk 15,11-24 (Der barmherzige Vater) und Mi 7,8 (das Wort, von dem Consurgam seinen Namen hat)
  • Vorsatz-Idee: Deinen Plan für einen schweren Tag auf eine Seite schreiben und einem Menschen zeigen.
  • Vor der Karwoche: Wer mag, sucht sich eine Zeit zur Beichte. Niemand fragt danach.

Karwoche · 21.3.2027 bis 27.3.2027

Kein Treffen. Die Karwoche gehört der Liturgie: Wer mag, feiert Gründonnerstag, Karfreitag und die Osternacht in seiner Pfarrei mit. Beichtgelegenheiten der Pfarrei stehen allen offen.

Treffen 7 · Woche ab 28.3.2027

  • Thema: Festigung
  • Frage: Was ist in den letzten Wochen fester geworden, auch wenn nicht alles gelungen ist?
  • Schriftstelle: Lk 24,13-35 (Die Emmausjünger)
  • Vorsatz-Idee: Eine Gewohnheit aus den ersten Wochen bewusst behalten.

Treffen 8 · Woche ab 4.4.2027

  • Thema: Freude
  • Frage: Was hat mir zuletzt echte Freude gemacht, und wie bekommt sie mehr Raum?
  • Schriftstelle: Joh 15,9-11 (Damit meine Freude in euch ist)
  • Vorsatz-Idee: Eine Sache planen, die dir guttut und die du sonst aufschiebst.

Treffen 9 · Woche ab 11.4.2027

  • Thema: Freundschaft
  • Frage: Welche Freundschaft möchte ich pflegen, und was ist mein nächster Schritt?
  • Schriftstelle: Joh 15,12-15 (Ich nenne euch Freunde)
  • Vorsatz-Idee: Mit einem Freund etwas unternehmen.

Treffen 10 · Woche ab 18.4.2027

  • Thema: Gabe
  • Frage: Was kann ich geben, und wem?
  • Schriftstelle: Joh 13,1-15 (Die Fußwaschung)
  • Vorsatz-Idee: Eine Sache für einen anderen tun, ohne davon zu erzählen.

Treffen 11 · Woche ab 25.4.2027

  • Thema: Werte leben
  • Frage: Wo habe ich zuletzt nach meinen Werten gehandelt, obwohl es mich etwas gekostet hat?
  • Schriftstelle: Mt 7,24-27 (Das Haus auf dem Felsen)
  • Vorsatz-Idee: Einen Wert wählen und ihn diese Woche an einer Stelle sichtbar machen.

Treffen 12 · Woche ab 2.5.2027

  • Thema: Auffrischung: Karte und Plan
  • Frage: Was an meinem Plan stimmt nicht mehr, und was ändere ich?
  • Schriftstelle: Joh 21,15-17 (Petrus wird neu gefragt)
  • Vorsatz-Idee: Deinen Plan überarbeiten und deinem Anker neu zeigen.

Treffen 13 · Woche ab 9.5.2027

  • Thema: Der Weg geht weiter
  • Frage: Was nehme ich mit, und wie geht es nach dieser Runde für mich weiter?
  • Schriftstelle: Joh 14,15-18 (Der Beistand: Ich lasse euch nicht als Waisen zurück)
  • Vorsatz-Idee: Festlegen, wie es weitergeht: als Runde, zu zweit oder allein mit festem Termin.

Rolle des Moderators

Der Moderator ist Gastgeber, nicht Therapeut und nicht Richter. Er ist auch nicht Beichtvater. Was in der Runde gesagt wird, steht nicht unter dem Beichtgeheimnis. Die Männer versprechen einander Diskretion; bei einer konkreten Gefahr für Leib und Leben gelten die Schutz- und Meldewege.

  • Er achtet auf Zeit und Regeln und gibt jedem Raum. Er spricht selbst nicht am meisten.
  • Er bremst freundlich, wenn es zu Details oder zu Ratschlägen kommt: „Danke. Lass uns bei dir bleiben: Was war vorher?“
  • Er bereitet sich eine Viertelstunde vor: Thema, Frage, Schriftstelle oder Ruhesatz lesen.
  • Er braucht selbst jemanden zum Reden. Am besten einen Priester oder Seelsorger, den er nach einem schweren Abend anrufen kann.

Wann er an Fachleute verweist. Er stellt keine Diagnose, aber er sagt es, wenn eine Runde nicht reicht:

  • Wenn jemand von Lebensmüdigkeit oder Selbstverletzung spricht: ernst nehmen, direkt nachfragen, ihn nicht allein gehen lassen. Gemeinsam eine Telefonseelsorge anrufen (Nummern in der App unter „Jemanden zum Reden“ und auf der Seite „Weitere Hilfe“). Bei akuter Gefahr den Notruf 112 wählen.
  • Wenn es um Darstellungen von Kindern oder um sexuelle Impulse gegenüber Kindern geht: Das gehört nicht in die Runde. Der Moderator spricht den Mann unter vier Augen an und nennt spezialisierte, vertrauliche Hilfe (in Deutschland zum Beispiel das Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden“). Wenn ein Kind konkret gefährdet ist, geht sein Schutz der Vertraulichkeit vor. Dann holt sich der Moderator sofort Rat: bei der Präventionsfachkraft des Bistums, beim Jugendamt oder bei der Polizei.
  • Wenn Arbeit, Ehe, Schlaf oder Geld deutlich leiden, wenn jemand trotz ernsthafter Versuche nicht weiterkommt, oder wenn Niedergeschlagenheit, Angst, alte Verletzungen, Alkohol oder andere Mittel dazukommen: Hausarzt, Psychotherapie, eine Fachambulanz oder eine Beratungsstelle (Liste „Weitere Hilfe“).
  • Wenn die Ehe in der Krise ist: Ehe- und Paarberatung. Die Partnerin hat eigene Hilfeangebote (ebenfalls in der Liste). In der Runde spricht jeder über sich, nicht über sie.
  • Wenn einer von Schuldgefühlen nicht loskommt, die sich immer wieder um dieselben Gedanken drehen: ein fester Beichtvater, und wenn es nicht nachlässt, zusätzlich eine Psychotherapeutin oder ein Psychotherapeut.

Wiedereinstieg: wenn einer gefehlt hat

  • Fehlen ist normal. Niemand muss sich entschuldigen oder erklären.
  • Die Runde fragt nicht nach. Ein Satz genügt: „Schön, dass du da bist.“
  • Wer zurückkommt, sagt im Austausch nur seinen Stand von heute, zwei Minuten wie alle anderen. Es wird nichts nachgeholt.
  • Thema und Frage der verpassten Wochen stehen in diesem Leitfaden. Wer mag, liest sie nach.
  • Nach zwei verpassten Treffen meldet sich der Moderator einmal kurz und ohne Druck: „Wir denken an dich. Du bist jederzeit willkommen.“ Nicht öfter.
  • Gerade wer nach einem Fall aus Scham wegbleibt, soll wissen: Die Tür bleibt offen bis zum letzten Treffen.

Wenn die Runde kleiner wird oder zerfällt

Viele Gruppen verlieren nach etwa drei Monaten an Kraft. Das ist kein Scheitern, sondern ein bekanntes Muster. Plant es ein:

  • Ein Ende vereinbaren. Bis zum dreizehnten Treffen, dann neu entscheiden.
  • Zu dritt geht es auch. Ab drei Männern läuft die Runde wie beschrieben, nur kürzer.
  • Zu zweit: als feste Zweierschaft, einmal in der Woche 30 Minuten, gern am Telefon: Austausch, Frage der Woche, Vorsatz.
  • Allein (Solo-Modus): Wenn keiner mehr kommt oder es in deiner Nähe keine Runde gibt, behältst du die Wochenstruktur und gehst sie allein: ein fester Termin mit dir selbst, 30 Minuten pro Woche. 1. Drei Sätze aufschreiben: Wie war meine Woche, was hat getragen, wo war es schwer? 2. Thema der Woche lesen (hier oder im Kurs). 3. Die Frage der Woche schriftlich beantworten. 4. Schriftstelle lesen, Stille, Vaterunser. 5. Einen Vorsatz als Wenn-Dann-Satz aufschreiben. 6. Einem Menschen eine kurze Nachricht schicken oder ihn anrufen: „Meine Woche war so, mein Vorsatz ist dieser.“ Das kann dein Anker sein. Dazu, wenn du magst, regelmäßig die Beichte und ab und zu ein Gespräch mit einem Priester.
  • Neu anfangen: Das Michaelsfasten (15. August bis 29. September) ist ein guter Zeitpunkt, eine Runde neu zu beginnen.

Wenn einer gefallen ist

  • Er darf es sagen, ohne Einzelheiten: „Ich bin diese Woche gefallen.“ Die Runde dankt ihm für seine Ehrlichkeit.
  • Kein Seufzen, keine Vorwürfe, keine Analyse durch die anderen.
  • Er selbst schaut auf das, was vorher war (müde, allein, spät, Handy im Bett), und nimmt einen Vorsatz für die nächste Woche mit.
  • Es gibt keinen Zähler, der auf null springt. Ein Fall löscht die guten Wochen nicht aus.
  • Der Moderator kann einladen: „Die Beichte steht dir offen. Wann und bei wem, entscheidest du.“ Die Beichte ist ein Geschenk. Sie ist keine Bedingung, um in der Runde zu bleiben, und niemand wird gefragt, ob er gebeichtet hat.
  • Wenn einer immer wieder fällt, ist das kein Grund, ihn auszuschließen. Es ist ein Grund, ihn auf zusätzliche Hilfe hinzuweisen (siehe oben).
  • Wenn es mehreren schwer geht: nicht dramatisieren, zurück zur Struktur. Die Runde trägt gerade dann.

Glaube in der Runde

  • Gebet: Kreuzzeichen, Bitte um den Heiligen Geist, Schriftstelle, Stille, Vaterunser, ein Mariengebet oder das Gebet zum heiligen Michael. Kurz und schlicht.
  • Beichte: Für die Teilnahme an der Runde ist sie keine Bedingung und nie ein Thema, über das in der Runde berichtet wird. Die Kirche lädt jeden, der sich einer schweren Sünde bewusst ist, zur Beichte ein, bevor er zur Kommunion geht. Ob etwas schwer wiegt, klärt man mit einem Beichtvater, nicht in der Runde. Wenn die Pfarrei in der Fastenzeit zusätzliche Beichtzeiten anbietet, sagt der Moderator es weiter.
  • Der Priester als Begleiter: Er muss die Runde nicht leiten. Er kann einmal zu Gast sein (gut passt Treffen 6 vor der Karwoche oder Treffen 7 in der Osterwoche), er steht für Einzelgespräche und die Beichte zur Verfügung, und er betet für die Männer. Was einer ihm in der Beichte sagt, bleibt dort; was in der Runde gesagt wird, erzählt der Moderator ihm nicht weiter.
  • Barmherzigkeit und Wahrheit gehören zusammen. Die Lehre der Kirche zur Keuschheit bleibt, wie sie ist. In der Runde zählt, dass jeder wiederkommen kann.

Wie die App helfen kann, ohne Pflicht

  • Die Runde funktioniert ohne App. Niemand muss sie haben oder kaufen.
  • Wer die App Consurgam nutzt, findet dort das Wochenthema als Kurs-Einheit, einen Notfallknopf für die schweren 90 Sekunden, den Abendrückblick und „Jemanden zum Reden“.
  • Ein Mann aus der Runde kann für einen anderen der Anker sein: der Mensch, den man anruft. Das vereinbaren die beiden unter sich.
  • Die App teilt nichts mit der Runde. Es gibt kein Konto, keine Gruppe in der App, keine Liste. Was ein Mann einträgt, bleibt auf seinem Gerät.

Datenschutz in der Runde

  • Keine Teilnehmerliste mit dem Thema darauf. Wenn es eine Kontaktliste braucht, heißt sie nur „Männerrunde Dienstag“.
  • Keine Fotos, keine Protokolle, keine Aufzeichnungen.
  • Ein Gruppenchat nur für Organisatorisches: Termin, Raum, „Ich komme später“. Nichts Persönliches in den Chat.
  • Wer eine Runde ankündigt, nennt Ort und Zeit, aber nie Namen.

Einladung zum Weitergeben

Hallo, ich will in der Fastenzeit etwas angehen, das viele Männer still mit sich tragen: von Pornografie frei werden. Wir treffen uns ab Aschermittwoch einmal in der Woche zu fünft bis siebt, [Wochentag, Uhrzeit], [Ort]. Gut eine Stunde, ehrlich, ohne Verurteilung, mit Gebet. Wir gehen vertraulich miteinander um. Keine Anmeldung, keine Liste, keine App nötig. Hast du Lust, dabei zu sein? Antworte mir einfach, oder komm vorbei.

Leitfaden Männerrunde

Für fünf bis sieben Männer, die von Pornografie frei werden wollen. Dreizehn Treffen vom 10. Februar bis 16. Mai 2027, offline, in einer Männergruppe, einem Verein oder im Freundeskreis.

Entwurf, Stand 11. Oktober 2026.

Worum es geht

Viele Männer tragen das still mit sich herum und halten es für ihr privates Versagen. Eine kleine Runde, die sich jede Woche trifft, macht etwas, das kein Programm allein kann: Man ist nicht mehr der Einzige. Man sagt einmal in der Woche ehrlich, wie es war, hört den anderen zu und geht mit einem kleinen Vorsatz nach Hause.

Die Runde ist ein Gespräch unter Männern. Sie ist keine Therapie, kein Kurs mit Prüfung und keine Kontrolle. Niemand muss etwas beweisen, niemand wird verurteilt.

Die Treffen laufen parallel zum Kurs „95-Tage-Bogen“: dreizehn Wochen, sechs zum Aufbau, eine ruhige Woche ohne Treffen, sieben zur Festigung. Zu jedem Treffen gehören ein paar Minuten Ruhe.

Für wen die Runde ist

  • Für erwachsene Männer ab 18 Jahren, die selbst etwas ändern wollen. Niemand wird geschickt.
  • Für Männer, die mit Pornografie kämpfen, egal ob es sich wie ein Zwang anfühlt oder wie eine Gewohnheit, die nicht zu ihren Werten passt. Die Runde stellt keine Diagnose.
  • Nicht für Jugendliche. Das Material ist für Erwachsene geschrieben.
  • Nicht als Ersatz für Behandlung. Wer mehr Hilfe braucht, bekommt in der Runde einen Hinweis, wo er sie findet (Abschnitt „Rolle des Moderators“ und die Liste „Weitere Hilfe“).

Der Rahmen

  • Größe: fünf bis sieben Männer. Ab acht lieber zwei Runden.
  • Ort: ein ruhiger Raum, in den niemand hineinschaut. Stuhlkreis, kein Tisch in der Mitte. Gut geeignet sind ein Vereinsraum, ein Besprechungsraum oder eine Wohnung.
  • Zeit: ein fester Wochentag, 60 bis 75 Minuten. Pünktlich anfangen, pünktlich aufhören.
  • Einstieg: Neue Männer kommen bis zum dritten Treffen dazu. Danach nur, wenn die Runde zustimmt.
  • Dauer: Die Runde vereinbart von Anfang an ein Ende: das dreizehnte Treffen. Danach entscheidet sie neu. Ein festes Ende macht es leichter, dranzubleiben.
  • Kosten: keine. Gebraucht werden dieser Leitfaden, eine Uhr und ein Raum.
  • Moderation: Ein Mann leitet, ein zweiter vertritt ihn. Beide nehmen auch selbst teil.

Gesprächsregeln

Der Moderator liest sie zu Beginn jedes Treffens kurz vor. Das dauert eine Minute und schützt alle.

  1. Was hier gesagt wird, geben wir nicht weiter. Keine Namen und keine Geschichten nach draußen, auch nicht an Ehefrauen, Freunde oder Kollegen. Diese Diskretion ist eine Absprache unter uns und hat eine Grenze: wenn das Leben eines Menschen oder ein Kind in Gefahr ist (siehe „Rolle des Moderators“). Das sagen wir am Anfang offen, damit niemand überrascht wird.
  2. Ich-Form. Jeder spricht von sich: „Ich habe …“, „Mir hilft …“. Nicht „man“ und nicht „du solltest“.
  3. Keine Details über Inhalte. Wir reden nicht darüber, was einer gesehen hat oder auf welchen Seiten. Wir reden darüber, was vorher war, wie es einem ging und was hilft. Das schützt die anderen.
  4. Keine Ratschläge, um die keiner gebeten hat. Zuhören, danken, weitergeben. Wer einen Rat möchte, fragt danach.
  5. Scham raus. Niemand wird ausgelacht, belehrt oder verurteilt. Ehrlich über das eigene Tun reden, ohne den anderen zu beschämen. Wer gefallen ist, gehört weiter dazu.
  6. Jeder darf schweigen. „Ich passe heute“ genügt.
  7. Handys aus. Lautlos und in die Tasche.
  8. Kein Vergleichen. Keine Tagezähler, keine Ranglisten, keine Bildschirme herzeigen.

Ablauf eines Treffens

Schritt Dauer Was passiert
1. Ankommen 5 bis 10 Min. Begrüßung, Gesprächsregeln vorlesen.
2. Austausch in Ich-Form 20 bis 25 Min. Jeder zwei bis drei Minuten: Wie war meine Woche? Was hat getragen, wo war es schwer? Hat mein Vorsatz gehalten? Die anderen hören zu und kommentieren nicht.
3. Wochenthema 10 Min. Der Moderator stellt das Thema der Woche vor (aus dem Kurs, unten bei jedem Treffen).
4. Eine Frage 15 bis 20 Min. Die Frage der Woche, wieder in Ich-Form. Es geht ums Erzählen, nicht ums Lösen.
5. Stille 5 Min. siehe unten
6. Vorsatz 5 bis 10 Min. Jeder nennt einen kleinen, konkreten Vorsatz als Wenn-Dann-Satz.
7. Abschluss 5 Min. Nächster Termin, Gruß an die, die fehlen, Dank. Pünktlich enden.

Ruhe in der Runde. Zu Beginn eine Minute Stille zum Ankommen. In Schritt 5 liest einer den Satz der Woche vor, danach zwei bis drei Minuten Ruhe. Zum Abschluss ein Satz des Dankes, reihum oder vom Moderator.

So klingt ein Vorsatz: „Wenn ich abends allein bin, lege ich das Handy um 22 Uhr in die Küche.“ Klein genug, dass er gelingen kann. In der nächsten Woche erzählt jeder kurz, wie es damit war. Niemand kommentiert.

Die dreizehn Treffen

Das Thema kommt aus dem Kurs der App, für die Runde braucht es die App nicht. Wer den Kurs macht, kennt das Thema schon; für alle anderen stellt es der Moderator in zwei, drei Sätzen vor.

Treffen 1 · Woche ab 10.2.2027

  • Thema: Motivation und Werte: Wofür will ich frei sein?
  • Frage: Wer oder was soll mehr Platz in meinem Leben bekommen, wenn ich frei bin?
  • Satz für die Ruhe: Ich muss heute nicht alles schaffen. Ich muss nur wissen, wofür ich anfange.
  • Vorsatz-Idee: Schreib den Satz „Ich will frei sein, damit …“ zu Ende und leg ihn dorthin, wo du abends bist.

Treffen 2 · Woche ab 16.2.2027

  • Thema: Auslöser und Schwachstellenkarte
  • Frage: Was geht bei mir einem schweren Moment meistens voraus: welche Zeit, welcher Ort, welches Gefühl?
  • Satz für die Ruhe: Was ich kenne, überrascht mich weniger.
  • Vorsatz-Idee: Achte diese Woche darauf, was vor einem schweren Moment war. Nur hinschauen, nicht verurteilen.

Treffen 3 · Woche ab 22.2.2027

  • Thema: Umfeld ordnen und gute Alternativen
  • Frage: Was in meinem Alltag macht es mir unnötig leicht, und was würde es mir schwerer machen?
  • Satz für die Ruhe: Ich darf mir den Weg leichter machen. Das ist keine Schwäche, das ist klug.
  • Vorsatz-Idee: Eine Sache im Umfeld ändern, zum Beispiel: Das Handy schläft außerhalb des Schlafzimmers.

Treffen 4 · Woche ab 1.3.2027

  • Thema: Drang annehmen und Gegenhandeln
  • Frage: Wie fühlt sich ein Drang bei mir an, und was hat mir schon einmal geholfen, ihn vorbeiziehen zu lassen?
  • Satz für die Ruhe: Ein Drang ist eine Welle. Sie steigt, sie bricht, sie geht.
  • Vorsatz-Idee: Bei einem Drang zuerst den Körper bewegen: aufstehen, den Raum wechseln, neunzig Sekunden ruhig atmen.

Treffen 5 · Woche ab 8.3.2027

  • Thema: Gedanken, Gefühle, Einsamkeit und Nähe
  • Frage: Wann fühle ich mich allein, und mit wem könnte ich diese Woche etwas Echtes teilen?
  • Satz für die Ruhe: Ich muss das nicht allein tragen.
  • Vorsatz-Idee: Einen Menschen anrufen oder treffen, nicht nur schreiben.

Treffen 6 · Woche ab 15.3.2027

  • Thema: Dein persönlicher Rückfallplan
  • Frage: Was tue ich in den ersten 24 Stunden, wenn ich gefallen bin, und wen rufe ich an?
  • Satz für die Ruhe: Ein Ausrutscher ist kein Absturz. Ich weiß, was ich dann tue.
  • Vorsatz-Idee: Deinen Plan für einen schweren Tag auf eine Seite schreiben und einem Menschen zeigen.

Ruhige Woche · 21.3.2027 bis 27.3.2027

Kein Treffen. Eine ruhige Woche: Abendrückblick und Plan laufen weiter, die Runde macht Pause.

Treffen 7 · Woche ab 28.3.2027

  • Thema: Festigung
  • Frage: Was ist in den letzten Wochen fester geworden, auch wenn nicht alles gelungen ist?
  • Satz für die Ruhe: Was ich übe, wird zu meinem Weg.
  • Vorsatz-Idee: Eine Gewohnheit aus den ersten Wochen bewusst behalten.

Treffen 8 · Woche ab 4.4.2027

  • Thema: Freude
  • Frage: Was hat mir zuletzt echte Freude gemacht, und wie bekommt sie mehr Raum?
  • Satz für die Ruhe: Freude ist kein Lohn am Ende. Sie hilft unterwegs.
  • Vorsatz-Idee: Eine Sache planen, die dir guttut und die du sonst aufschiebst.

Treffen 9 · Woche ab 11.4.2027

  • Thema: Freundschaft
  • Frage: Welche Freundschaft möchte ich pflegen, und was ist mein nächster Schritt?
  • Satz für die Ruhe: Freundschaft wächst durch Zeit, nicht durch Worte.
  • Vorsatz-Idee: Mit einem Freund etwas unternehmen.

Treffen 10 · Woche ab 18.4.2027

  • Thema: Gabe
  • Frage: Was kann ich geben, und wem?
  • Satz für die Ruhe: Wer gibt, merkt, dass er gebraucht wird.
  • Vorsatz-Idee: Eine Sache für einen anderen tun, ohne davon zu erzählen.

Treffen 11 · Woche ab 25.4.2027

  • Thema: Werte leben
  • Frage: Wo habe ich zuletzt nach meinen Werten gehandelt, obwohl es mich etwas gekostet hat?
  • Satz für die Ruhe: Werte zeigen sich im Kleinen.
  • Vorsatz-Idee: Einen Wert wählen und ihn diese Woche an einer Stelle sichtbar machen.

Treffen 12 · Woche ab 2.5.2027

  • Thema: Auffrischung: Karte und Plan
  • Frage: Was an meinem Plan stimmt nicht mehr, und was ändere ich?
  • Satz für die Ruhe: Einen Plan anzupassen heißt nicht, gescheitert zu sein.
  • Vorsatz-Idee: Deinen Plan überarbeiten und deinem Anker neu zeigen.

Treffen 13 · Woche ab 9.5.2027

  • Thema: Der Weg geht weiter
  • Frage: Was nehme ich mit, und wie geht es nach dieser Runde für mich weiter?
  • Satz für die Ruhe: Ein Bogen schließt sich. Der Weg geht weiter.
  • Vorsatz-Idee: Festlegen, wie es weitergeht: als Runde, zu zweit oder allein mit festem Termin.

Rolle des Moderators

Der Moderator ist Gastgeber, nicht Therapeut und nicht Richter.

  • Er achtet auf Zeit und Regeln und gibt jedem Raum. Er spricht selbst nicht am meisten.
  • Er bremst freundlich, wenn es zu Details oder zu Ratschlägen kommt: „Danke. Lass uns bei dir bleiben: Was war vorher?“
  • Er bereitet sich eine Viertelstunde vor: Thema, Frage, Schriftstelle oder Ruhesatz lesen.
  • Er braucht selbst jemanden zum Reden. Am besten einen Mentor, Berater oder erfahrenen Freund, den er nach einem schweren Abend anrufen kann.

Wann er an Fachleute verweist. Er stellt keine Diagnose, aber er sagt es, wenn eine Runde nicht reicht:

  • Wenn jemand von Lebensmüdigkeit oder Selbstverletzung spricht: ernst nehmen, direkt nachfragen, ihn nicht allein gehen lassen. Gemeinsam eine Telefonseelsorge anrufen (Nummern in der App unter „Jemanden zum Reden“ und auf der Seite „Weitere Hilfe“). Bei akuter Gefahr den Notruf 112 wählen.
  • Wenn es um Darstellungen von Kindern oder um sexuelle Impulse gegenüber Kindern geht: Das gehört nicht in die Runde. Der Moderator spricht den Mann unter vier Augen an und nennt spezialisierte, vertrauliche Hilfe (in Deutschland zum Beispiel das Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden“). Wenn ein Kind konkret gefährdet ist, geht sein Schutz der Vertraulichkeit vor. Dann holt sich der Moderator sofort Rat: beim Jugendamt oder bei der Polizei.
  • Wenn Arbeit, Ehe, Schlaf oder Geld deutlich leiden, wenn jemand trotz ernsthafter Versuche nicht weiterkommt, oder wenn Niedergeschlagenheit, Angst, alte Verletzungen, Alkohol oder andere Mittel dazukommen: Hausarzt, Psychotherapie, eine Fachambulanz oder eine Beratungsstelle (Liste „Weitere Hilfe“).
  • Wenn die Ehe in der Krise ist: Ehe- und Paarberatung. Die Partnerin hat eigene Hilfeangebote (ebenfalls in der Liste). In der Runde spricht jeder über sich, nicht über sie.
  • Wenn einer von Schuldgefühlen nicht loskommt, die sich immer wieder um dieselben Gedanken drehen: eine Psychotherapeutin oder ein Psychotherapeut.

Wiedereinstieg: wenn einer gefehlt hat

  • Fehlen ist normal. Niemand muss sich entschuldigen oder erklären.
  • Die Runde fragt nicht nach. Ein Satz genügt: „Schön, dass du da bist.“
  • Wer zurückkommt, sagt im Austausch nur seinen Stand von heute, zwei Minuten wie alle anderen. Es wird nichts nachgeholt.
  • Thema und Frage der verpassten Wochen stehen in diesem Leitfaden. Wer mag, liest sie nach.
  • Nach zwei verpassten Treffen meldet sich der Moderator einmal kurz und ohne Druck: „Wir denken an dich. Du bist jederzeit willkommen.“ Nicht öfter.
  • Gerade wer nach einem Fall aus Scham wegbleibt, soll wissen: Die Tür bleibt offen bis zum letzten Treffen.

Wenn die Runde kleiner wird oder zerfällt

Viele Gruppen verlieren nach etwa drei Monaten an Kraft. Das ist kein Scheitern, sondern ein bekanntes Muster. Plant es ein:

  • Ein Ende vereinbaren. Bis zum dreizehnten Treffen, dann neu entscheiden.
  • Zu dritt geht es auch. Ab drei Männern läuft die Runde wie beschrieben, nur kürzer.
  • Zu zweit: als feste Zweierschaft, einmal in der Woche 30 Minuten, gern am Telefon: Austausch, Frage der Woche, Vorsatz.
  • Allein (Solo-Modus): Wenn keiner mehr kommt oder es in deiner Nähe keine Runde gibt, behältst du die Wochenstruktur und gehst sie allein: ein fester Termin mit dir selbst, 30 Minuten pro Woche. 1. Drei Sätze aufschreiben: Wie war meine Woche, was hat getragen, wo war es schwer? 2. Thema der Woche lesen (hier oder im Kurs). 3. Die Frage der Woche schriftlich beantworten. 4. Satz der Woche lesen, ein paar Minuten Ruhe. 5. Einen Vorsatz als Wenn-Dann-Satz aufschreiben. 6. Einem Menschen eine kurze Nachricht schicken oder ihn anrufen: „Meine Woche war so, mein Vorsatz ist dieser.“ Das kann dein Anker sein.
  • Neu anfangen: Der Herbst (Mitte August bis Ende September) ist ein guter Zeitpunkt, eine Runde neu zu beginnen.

Wenn einer gefallen ist

  • Er darf es sagen, ohne Einzelheiten: „Ich bin diese Woche gefallen.“ Die Runde dankt ihm für seine Ehrlichkeit.
  • Kein Seufzen, keine Vorwürfe, keine Analyse durch die anderen.
  • Er selbst schaut auf das, was vorher war (müde, allein, spät, Handy im Bett), und nimmt einen Vorsatz für die nächste Woche mit.
  • Es gibt keinen Zähler, der auf null springt. Ein Fall löscht die guten Wochen nicht aus.
  • Wenn einer immer wieder fällt, ist das kein Grund, ihn auszuschließen. Es ist ein Grund, ihn auf zusätzliche Hilfe hinzuweisen (siehe oben).
  • Wenn es mehreren schwer geht: nicht dramatisieren, zurück zur Struktur. Die Runde trägt gerade dann.

Wie die App helfen kann, ohne Pflicht

  • Die Runde funktioniert ohne App. Niemand muss sie haben oder kaufen.
  • Wer die App Consurgam nutzt, findet dort das Wochenthema als Kurs-Einheit, einen Notfallknopf für die schweren 90 Sekunden, den Abendrückblick und „Jemanden zum Reden“.
  • Ein Mann aus der Runde kann für einen anderen der Anker sein: der Mensch, den man anruft. Das vereinbaren die beiden unter sich.
  • Die App teilt nichts mit der Runde. Es gibt kein Konto, keine Gruppe in der App, keine Liste. Was ein Mann einträgt, bleibt auf seinem Gerät.

Datenschutz in der Runde

  • Keine Teilnehmerliste mit dem Thema darauf. Wenn es eine Kontaktliste braucht, heißt sie nur „Männerrunde Dienstag“.
  • Keine Fotos, keine Protokolle, keine Aufzeichnungen.
  • Ein Gruppenchat nur für Organisatorisches: Termin, Raum, „Ich komme später“. Nichts Persönliches in den Chat.
  • Wer eine Runde ankündigt, nennt Ort und Zeit, aber nie Namen.

Einladung zum Weitergeben

Hallo, ich will etwas angehen, das viele Männer still mit sich tragen: von Pornografie frei werden. Wir treffen uns ab Februar einmal in der Woche zu fünft bis siebt, [Wochentag, Uhrzeit], [Ort]. Gut eine Stunde, ehrlich, ohne Verurteilung. Wir gehen vertraulich miteinander um. Keine Anmeldung, keine Liste, keine App nötig. Hast du Lust, dabei zu sein? Antworte mir einfach, oder komm vorbei.

Pfarrei-Paket: Männerrunde in der Fastenzeit 2027

Texte zum Kopieren für Pfarrbrief, Vermeldung, Aushang und Einladung, dazu ein Leitfaden für Priester und Seelsorger und Antworten auf häufige Fragen. Alle Texte dürfen frei übernommen und angepasst werden. Platzhalter stehen in eckigen Klammern.

Entwurf, Stand 11. Oktober 2026. Theologische Prüfung offen.

Pfarrbrief, kurz

Männerrunde in der Fastenzeit

Viele Männer kämpfen still mit Pornografie und meinen, sie seien damit allein. Ab Aschermittwoch trifft sich bei uns eine kleine Runde von fünf bis sieben Männern, einmal in der Woche bis Pfingsten: [Wochentag, Uhrzeit], [Ort]. Ehrlich, vertraulich, ohne Verurteilung, mit Gebet. Kontakt, auch vertraulich: [Name, E-Mail oder Telefon].

Pfarrbrief, lang

Nicht allein: eine Männerrunde von Aschermittwoch bis Pfingsten

Viele Männer kennen das: Pornografie ist zur Gewohnheit geworden, die nicht zu dem passt, wer sie sein wollen. Man nimmt sich etwas vor, fällt wieder, schämt sich und schweigt. Mit der Scham wächst oft auch die Einsamkeit, und manchmal der Abstand zu Gott und zur Beichte.

In dieser Fastenzeit laden wir Männer ein, diesen Weg nicht allein zu gehen. Ab Aschermittwoch, dem 10. Februar 2027, trifft sich eine kleine Runde von fünf bis sieben Männern, einmal in der Woche, dreizehn Treffen bis in die Woche vor Pfingsten: [Wochentag, Uhrzeit], [Ort].

Jedes Treffen dauert gut eine Stunde: ankommen, ehrlich erzählen, wie die Woche war, ein Thema, eine Frage, Stille und Gebet, ein kleiner Vorsatz. Niemand muss Einzelheiten erzählen, niemand wird verurteilt, und die Männer gehen vertraulich miteinander um. Die Runde ist keine Therapie; wer mehr Hilfe braucht, erfährt, wo er sie findet. Die Beichte ist eine Einladung, keine Bedingung für die Teilnahme.

Eine Anmeldung ist nicht nötig. Wer vorher fragen möchte, wendet sich vertraulich an [Name, E-Mail oder Telefon]. Wer mag, kann zusätzlich die App Consurgam nutzen, deren Kurs zu den Wochenthemen passt; nötig ist sie nicht.

Vermeldung in der Messe

Ab Aschermittwoch trifft sich eine Männerrunde für Männer, die von Pornografie frei werden wollen, einmal in der Woche bis Pfingsten, [Wochentag, Uhrzeit], [Ort]. Die Runde ist vertraulich, ohne Anmeldung und ohne Verurteilung. Näheres steht im Pfarrbrief und am Schriftenstand, und [Name] gibt gern diskret Auskunft.

Plakat und Aushang

Nicht allein.

Männerrunde von Aschermittwoch bis Pfingsten 2027

Für Männer, die von Pornografie frei werden wollen.
Fünf bis sieben Männer. Einmal in der Woche. Ehrlich, vertraulich, mit Gebet.

[Wochentag, Uhrzeit] · [Ort]
Ohne Anmeldung. Fragen vertraulich an [Name, E-Mail oder Telefon].

Wer fällt, steht wieder auf.

Tipp: Den Aushang dort aufhängen, wo man ihn in Ruhe lesen kann, ohne beobachtet zu werden, etwa am Schriftenstand oder in der Nähe des Beichtstuhls, und Abreißzettel oder einen kleinen Stapel Karten mit Ort und Zeit dazulegen.

Einladung für Männer (WhatsApp, Signal, SMS)

Hallo, ich will in der Fastenzeit etwas angehen, das viele Männer still mit sich tragen: von Pornografie frei werden. Wir treffen uns ab Aschermittwoch einmal in der Woche zu fünft bis siebt, [Wochentag, Uhrzeit], [Ort]. Gut eine Stunde, ehrlich, ohne Verurteilung, mit Gebet. Wir gehen vertraulich miteinander um. Keine Anmeldung, keine Liste, keine App nötig. Hast du Lust, dabei zu sein? Antworte mir einfach, oder komm vorbei.

Tipp: Die Einladung wirkt am besten persönlich, von Mann zu Mann, nicht in einer großen Gruppe.

Leitfaden für Priester und Seelsorger

Warum es diese Runde gibt. Viele Männer, auch treue Kirchgänger, kämpfen mit Pornografie. Sie schämen sich, bleiben deshalb oft allein, und manche meiden die Beichte, weil sie immer wieder dasselbe bekennen müssten. Eine Runde unter Männern ergänzt, was die Seelsorge gibt: Sie trägt durch die Woche.

Wie Sie es ansprechen.

  • Allgemein und ohne Blick auf Einzelne: in einer Predigt der Fastenzeit, in der Vermeldung, im Pfarrbrief. Ein Satz genügt oft: „Wer damit kämpft, ist nicht allein, und er ist willkommen.“
  • Mit Barmherzigkeit und Klarheit. Die Lehre der Kirche bleibt, wie sie ist; was Männer zuerst brauchen, ist die Erfahrung, dass sie zurückkommen dürfen.
  • Ohne Zahlen, ohne Schreckensbilder, ohne Wörter, die beschämen.

Was die Runde nicht ersetzt.

  • Die Runde ersetzt weder die Beichte noch die geistliche Begleitung. Sie ist ein Gespräch unter Männern, kein Beichtgespräch.
  • Die Runde steht nicht unter dem Beichtgeheimnis. Die Männer verpflichten sich zur Diskretion; bei einer konkreten Gefährdung gelten die kirchlichen und staatlichen Schutz- und Meldewege.
  • Was ein Mann Ihnen in der Beichte anvertraut, bleibt unter dem Siegel, ohne Ausnahme. Im Beichtgespräch können Sie, wenn es passt, auf die Runde oder auf weitere Hilfe hinweisen. Außerhalb des Sakraments sprechen Sie den Inhalt einer Beichte nicht von sich aus an, auch ihm gegenüber nicht.
  • Die Runde ist ein Angebot, keine Auflage.

Ihre Rolle.

  • Sie müssen die Runde nicht leiten. Eine Empfehlung, keine Vorschrift: Leitet ein Laie die Runde, bleibt für alle deutlich, dass sie kein Beichtgespräch ist.
  • Sie können einmal zu Gast sein (gut passt das Treffen vor der Karwoche oder das erste nach Ostern), für Einzelgespräche und die Beichte zur Verfügung stehen und für die Männer beten.
  • Zusätzliche Beichtzeiten in der Fastenzeit helfen sehr. Sagen Sie sie an, ohne Bezug auf die Runde.
  • Hören Sie auf Ihre eigenen Grenzen. Bei schweren Fällen verweisen Sie auf Fachleute (Liste „Weitere Hilfe“).

Diskretion.

  • Keine Teilnehmerlisten, keine Nachfrage, wer dabei ist. Anfragen im Pfarrbüro werden vertraulich behandelt und nicht im Team weitergegeben.
  • Der Raum sollte nicht einsehbar sein, Ort und Zeit werden genannt, Namen nie.
  • Fotos und Berichte über die Runde, etwa im Pfarrbrief, gibt es nicht.

Prävention und Kinderschutz.

  • Das Material ist ausschließlich für Erwachsene ab 18 Jahren. Es gehört nicht in die Jugendarbeit, nicht in die Firmvorbereitung und nicht in gemischte Gruppen mit Jugendlichen.
  • Wer eine Runde leitet, sollte die Präventionsregeln Ihres Bistums kennen. Ob eine Schulung oder ein erweitertes Führungszeugnis verlangt ist, richtet sich nach den Vorgaben Ihres Bistums.
  • Wird in der Runde oder in einem Gespräch außerhalb der Beichte deutlich, dass ein Kind gefährdet ist oder dass jemand Darstellungen von Kindern nutzt, gilt die Interventionsordnung Ihres Bistums, und die kirchlichen und staatlichen Vorgaben sind einzuhalten. Holen Sie sofort Rat bei der Präventionsfachkraft. Das Beichtsiegel bleibt davon unberührt. Für Männer, die bei sich sexuelle Impulse gegenüber Kindern bemerken, gibt es spezialisierte, vertrauliche Hilfe, in Deutschland zum Beispiel „Kein Täter werden“.

Häufige Fragen von Pfarreien

Brauchen wir eine Fachkraft für die Runde? Nein. Die Runde ist ein Gespräch unter Männern mit klaren Regeln, der Moderator ist Gastgeber. Für alles, was darüber hinausgeht, nennt der Leitfaden Fachleute und Beratungsstellen.

Wer soll moderieren? Ein Mann aus der Gemeinde, der verlässlich und verschwiegen ist und gut zuhören kann. Gut ist einer, der den Weg selbst geht. Ein zweiter Mann vertritt ihn.

Was kostet das? Nichts. Leitfaden und Texte sind kostenlos. Die App Consurgam ist freiwillig: Notfallknopf, Abendrückblick, Beichthilfe und „Jemanden zum Reden“ sind dauerhaft kostenlos, der Kurs gehört zum Abo. Für die Runde braucht niemand die App.

Wie schützen wir die Vertraulichkeit? Keine Listen, keine Namen, keine Fotos, ein Raum ohne Einblick. Die Männer versprechen einander Diskretion; deren Grenze (Gefahr für Leib und Leben, Schutz von Kindern) nennt der Moderator am Anfang offen. Die Gesprächsregeln werden zu Beginn jedes Treffens vorgelesen. Ein Gruppenchat dient nur der Organisation.

Was, wenn nur zwei oder drei kommen? Dann ist es eine kleine Runde. Ab drei läuft sie wie beschrieben, zu zweit als feste Zweierschaft. Für Männer ohne Runde gibt es einen Weg allein mit derselben Wochenstruktur.

Dürfen Jugendliche teilnehmen? Nein. Runde und Material sind für Erwachsene ab 18 Jahren.

Und die Ehefrauen? Die Männerrunde ist nur für Männer, und in der Runde spricht jeder über sich, nicht über seine Frau. Für Partnerinnen gibt es eigene Angebote, die Liste „Weitere Hilfe“ nennt einige. Ehe- und Familienberatung steht beiden offen.

Ist das eine Suchtgruppe? Nein. Manche erleben es wie einen Zwang, andere als Gewohnheit, die nicht zu ihren Werten passt. Die Runde stellt keine Diagnose. Wer fachliche Hilfe braucht, findet sie über die Liste „Weitere Hilfe“; dort stehen auch Selbsthilfegruppen.

Was erfährt die App über die Männer? Nichts. Die App hat kein Konto, keine Gruppe und kein Tracking. Was ein Mann einträgt, bleibt auf seinem Gerät; eine freiwillige Sicherung ist so verschlüsselt, dass nur er sie öffnen kann. Die Runde und die App sind nicht verbunden.

Sind die Texte theologisch geprüft? Sie sind ein Entwurf. Eine Prüfung durch einen Priester steht noch aus. Rückmeldungen sind sehr willkommen.

Dürfen wir die Texte ändern? Ja. Passen Sie Ort, Zeit, Ton und Gebete an Ihre Pfarrei an.

Weitere Hilfe

Selbsthilfegruppen, Angebote für Partnerinnen, Fachstellen und Beratung. Jeder Eintrag ist an der Seite des Anbieters geprüft; das Datum steht dabei. In der App findest du die Liste unter Begleiter, nach deinem Land.

Deutschland

Selbsthilfegruppen

  • Anonyme Sexaholiker (AS): deutschsprachige Meetings
    Deutschsprachige Gemeinschaft mit Meetings vor Ort, online und per Telefon in Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz. (geprüft 11.10.2026)
  • S.L.A.A. deutschsprachig: Meetings
    Deutschsprachige Anlaufstelle der S.L.A.A. mit Meetingliste für Deutschland, Österreich und die deutschsprachige Schweiz, auch online und telefonisch. Themenfeld breiter als Pornografie. (geprüft 11.10.2026)

Für Partnerinnen und Angehörige

  • S-Anon Deutschland: Meetings
    Zwölf-Schritte-Angebot für Angehörige und Partnerinnen; Meetingliste mit Orten in Deutschland, sonst Kontakt per E-Mail oder Telefon. (geprüft 11.10.2026)

Fachstellen

Beratung

Arzt und Psychotherapie

Österreich

Selbsthilfegruppen

  • Anonyme Sexaholiker (AS): deutschsprachige Meetings
    Deutschsprachige Gemeinschaft mit Meetings vor Ort, online und per Telefon in Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz. (geprüft 11.10.2026)
  • S.L.A.A. deutschsprachig: Meetings
    Deutschsprachige Anlaufstelle der S.L.A.A. mit Meetingliste für Deutschland, Österreich und die deutschsprachige Schweiz, auch online und telefonisch. Themenfeld breiter als Pornografie. (geprüft 11.10.2026)

Beratung

Arzt und Psychotherapie

  • ÖBVP: Psychotherapeut:innen-Suche
    Suche nach Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in Österreich nach Bundesland und Bezirk (Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie). (geprüft 11.10.2026)
Schweiz

Selbsthilfegruppen

  • Anonyme Sexaholiker (AS): deutschsprachige Meetings
    Deutschsprachige Gemeinschaft mit Meetings vor Ort, online und per Telefon in Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz. (geprüft 11.10.2026)
  • S.L.A.A. deutschsprachig: Meetings
    Deutschsprachige Anlaufstelle der S.L.A.A. mit Meetingliste für Deutschland, Österreich und die deutschsprachige Schweiz, auch online und telefonisch. Themenfeld breiter als Pornografie. (geprüft 11.10.2026)

Beratung

Arzt und Psychotherapie

Polen

Selbsthilfegruppen

Beratung

Arzt und Psychotherapie

  • Centra Zdrowia Psychicznego (Ministerstwo Zdrowia)
    Zentren für psychische Gesundheit (Pilotprogramm des Gesundheitsministeriums) für Erwachsene, kostenlos und ohne Überweisung; erster Kontakt über den Meldepunkt (PZK). Nur dort, wo ein Zentrum besteht. (geprüft 11.10.2026)
USA

Selbsthilfegruppen

  • Catholic in Recovery katholisch
    Katholischer Dienst mit Meetings vor Ort und online; getragen von einer gemeinnützigen Organisation. Eine Meetingkategorie betrifft Lust und Sexualität. (geprüft 11.10.2026)

Beratung

  • USCCB: Help for Those Struggling with Pornography katholisch
    Liste katholischer, christlicher und weiterer Hilfen der US-Bischofskonferenz (Gruppen, Beratung, Programme); die Bischöfe sprechen dazu ausdrücklich keine Empfehlung aus. (geprüft 11.10.2026)
  • Catholic Charities USA: Find a Local Agency katholisch
    Katholische Hilfsorganisation; über die Agentursuche lassen sich örtliche Stellen mit Beratungsangeboten finden. Nicht auf Pornografie spezialisiert. (geprüft 11.10.2026)

Arzt und Psychotherapie

  • FindTreatment.gov (SAMHSA) · 1-800-662-4357
    Offizielle US-Behandlungssuche (SAMHSA) für psychische Gesundheit und Substanzgebrauch; daneben die SAMHSA National Helpline zur Behandlungsvermittlung, rund um die Uhr. (geprüft 11.10.2026)
International

Selbsthilfegruppen

  • Sexaholics Anonymous (SA)
    Gemeinschaft von Männern und Frauen, die sich in Meetings austauschen. Die Meetingsuche (Karte) deckt viele Länder ab, auch deutsch- und polnischsprachige Meetings, online und vor Ort. (geprüft 11.10.2026)
  • Sex and Love Addicts Anonymous (S.L.A.A.)
    Zwölf-Schritte-Gemeinschaft mit weltweiter Meetingsuche (Land wählbar, u. a. Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen), vor Ort, online und telefonisch. Themenfeld breiter als Pornografie (Sex, Liebe, Bindung). (geprüft 11.10.2026)
  • Sex Addicts Anonymous (SAA)
    Zwölf-Schritte-Gemeinschaft mit Meetingsuche (vor Ort, online, telefonisch); Sprache überwiegend Englisch, nach Sprache filterbar. Kein Länderfilter. (geprüft 11.10.2026)

Für Partnerinnen und Angehörige

  • S-Anon International Family Groups
    Zwölf-Schritte-Programm für Angehörige und Freunde. Die Meetingsuche hat einen Länderfilter (Polen und Polnisch wählbar); Telefon- und Online-Meetings. (geprüft 11.10.2026)
  • Bloom for Catholic Women katholisch
    Katholisch geprägte Online-Kurse für Frauen, deren Partner Pornografie nutzt. Kostenpflichtig (laut Seite Abo ab 10 USD pro Monat, Einzelkurse 50 USD). (geprüft 11.10.2026)

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