Kurz gesagt
Am Computer tragen drei Bausteine: ein DNS-Filter, der Seiten für Erwachsene in jedem Browser sperrt, Browser ohne private Fenster und ein Standardkonto für dich, während ein Mensch, dem du vertraust, das Administrator-Passwort behält. Auf consurgam.com/schutz richtest du das kostenlos ein: am Mac mit einem Profil, unter Windows mit einem Befehl. Dazu kommen Apples Bildschirmzeit, Microsoft Family Safety und ein Filter im Router.
Consurgam geht diesen Weg mit dir. Die Fastenzeit-Kohorte startet am 10. Februar 2027. Auf die Warteliste
Stand: · Michael Porwol
Drei Bausteine, die zusammengehören
Ein Filter allein hält am Computer selten lange. Wer das Administrator-Passwort kennt, nimmt jede Einstellung in einer Minute zurück. Darum braucht es drei Dinge zusammen:
- Ein Filter für das ganze Gerät. Jedes Mal, wenn du eine Seite aufrufst, fragt der Computer zuerst nach ihrer Adresse (DNS). Geht diese Frage an einen Dienst wie „1.1.1.1 for Families“ von Cloudflare, bekommen Seiten für Erwachsene keine Adresse und laden nicht. Das wirkt in jedem Browser und in jeder App, die das System-DNS benutzt.
- Browser, die den Filter nicht umgehen. Moderne Browser können ein eigenes DNS benutzen und haben private Fenster. Beides lässt sich festlegen.
- Der Schlüssel liegt bei einem anderen Menschen. Du arbeitest mit einem Standardkonto. Das Administrator-Konto gehört der Person deines Vertrauens, und nur sie kennt das Passwort. Microsoft empfiehlt ohnehin, für den Alltag Standardkonten zu verwenden.
Mac: mit einem Profil
Der schnellste Weg ist das Mac-Profil auf consurgam.com/schutz. Es leitet alle DNS-Anfragen verschlüsselt an den Familienfilter von Cloudflare, schaltet Apples Webfilter ein, schaltet iCloud Privat-Relay aus und stellt Chrome, Brave, Edge und Firefox so ein, dass es kein privates Fenster und keinen Gastmodus mehr gibt. Installiert wird es unter Systemeinstellungen > Allgemein > Geräteverwaltung. Apple schreibt dazu, dass manche Profile nur ein Administrator entfernen kann. Deshalb tippt die Person deines Vertrauens ihr Passwort ein, und du arbeitest danach als Standardbenutzer.
Warum Privat-Relay aus muss: Laut Apple werden beim Surfen in Safari mit Privat-Relay die DNS-Einträge verschlüsselt, und Apple nennt Kindersicherungen ausdrücklich als Dienste, die davon betroffen sein können. Ein DNS-Filter sieht dann nicht mehr, welche Seite du aufrufst.
Nur mit Bordmitteln geht es auch, mit weniger Schutz für andere Browser:
- Systemeinstellungen > Bildschirmzeit einschalten.
- Unter „Inhalt & Datenschutz“ > „App Store, Medien, Web & Spiele“ im Abschnitt Safari „Nicht jugendfreie Inhalte beschränken“ wählen. Laut Apple schränkt das den Zugriff auf viele nicht jugendfreie Websites automatisch ein. Unter „Anpassen“ kannst du weitere Seiten sperren.
- „Einstellungen für Bildschirmzeit sperren“ aktivieren. Den vierstelligen Code tippt die Person deines Vertrauens.
Apple beschreibt diesen Filter unter dem Stichwort Safari. Für Chrome oder Firefox macht Apple keine Angabe. Wenn du andere Browser nutzt, ist der DNS-Filter der verlässlichere Weg.
Windows: mit einem Befehl
Auf consurgam.com/schutz gibt es einen Befehl, den die Person deines Vertrauens im Administrator-Terminal einfügt. Er richtet unter Windows 11 DNS über HTTPS zum Familienfilter von Cloudflare ein, ohne Rückfall auf unverschlüsseltes DNS, trägt das an allen aktiven Netzwerkadaptern ein und schaltet in Edge, Chrome, Brave und Firefox private Fenster und den Gastmodus ab. Am Ende prüft er selbst, ob der Filter wirkt. Ein zweiter Befehl nimmt alles wieder zurück.
Vorher stellt die Person deines Vertrauens dein Konto unter Einstellungen > Konten > Andere Benutzer auf „Standardbenutzer“ und legt für sich ein eigenes Administrator-Konto an.
Microsoft Family Safety ist die eingebaute Alternative. Laut Microsoft können Familienmitglieder Personen jeden Alters sein. Ein Freund kann also Organisator einer Familiengruppe sein und du Mitglied. Der Organisator kann dann Websites sperren, und der Webfilter gilt in Microsoft Edge. Damit man ihn nicht umgehen kann, blockiert Family Safety nicht unterstützte Browser. Der Preis: Microsoft beschreibt auch, dass der Organisator Suchanfragen und Aktivitäten sehen kann, wenn Berichte eingeschaltet sind. Das ist mehr Einblick, als viele wollen. Ob das zu euch passt, besprecht ihr vorher.
Der Router: alle Geräte im Haus auf einmal
Ein DNS-Filter im Router schützt jedes Gerät im WLAN, auch Fernseher, Konsole und das alte Tablet. Bei einer FRITZ!Box findest du die Einstellung laut AVM unter Internet > Zugangsdaten > DNS-Server. Dort trägst du die Adressen von „1.1.1.1 for Families“ ein (laut Cloudflare 1.1.1.3 und 1.0.0.3) und kannst die verschlüsselte Namensauflösung (DNS over TLS) mit dem Namen family.cloudflare-dns.com einschalten. Die genauen Schritte stehen auf consurgam.com/schutz.
Zwei Hinweise von AVM selbst: Für die Internettelefonie und einige andere Funktionen nutzt die FRITZ!Box immer die DNS-Server des Anbieters. Und eine falsch eingetragene Adresse legt den Internetzugang lahm. Danach ändert die Person deines Vertrauens das Kennwort der FRITZ!Box-Oberfläche und behält es. Der Router-Filter wirkt nur zu Hause, nicht unterwegs und nicht im Mobilfunknetz.
SafeSearch in Google und Bing
Unabhängig vom Filter lohnt SafeSearch, weil viele über die Bildersuche einsteigen. In der Google Suche wählst du unter SafeSearch die Stufe „Filter“, laut Google werden dann alle anstößigen Ergebnisse blockiert. In Bing stellst du SafeSearch in den Einstellungen auf „Streng“. Beides kannst du selbst wieder ändern. Das Mac-Profil und der Windows-Befehl auf consurgam.com/schutz erzwingen SafeSearch zusätzlich in Chrome und Edge.
Wo die Sperre an Grenzen stößt
Es wäre unehrlich, dir eine dichte Mauer zu versprechen.
Browser mit eigenem DNS. Chrome hat die Einstellung „Sicheres DNS verwenden“, in der man einen anderen Anbieter eintragen kann, und Firefox hat eigene Schutzstufen für DNS über HTTPS. Stellt man dort einen anderen Anbieter ein, geht der Browser am System-Filter vorbei. Das Mac-Profil und der Windows-Befehl legen diese Einstellungen deshalb fest. Andere Browser wie Opera oder Vivaldi erfassen sie nicht.
Wer Administrator ist, kann alles zurücknehmen. Darum ist das Standardkonto so wichtig. Ein zweites Administrator-Konto, ein Start vom USB-Stick oder ein neu aufgesetzter Rechner umgehen jeden Schutz.
VPN. Ein VPN kann eigene DNS-Server mitbringen und so am Filter vorbeiführen.
Listen sind nie vollständig. Jeder Filter übersieht Seiten und sperrt manchmal harmlose.
Datenschutz. Mit einem DNS-Filter gehen die Namen der Seiten, die du aufrufst, an Cloudflare. Für seinen öffentlichen Resolver sagt Cloudflare zu, die IP-Adresse zu kürzen und die Protokolle binnen 25 Stunden zu löschen. Ob das wörtlich auch für den Familienfilter gilt, schreibt Cloudflare dort nicht eigens. Ans Consurgam-Team geht nichts.
Und die wichtigste Grenze: Eine Sperre ändert nicht, warum du an den Rechner gehst. Sie verschafft dir einen Moment. Was du in diesem Moment tust, steht unter Wenn der Drang kommt.
Wer den Schlüssel hält
Jemand, der zuverlässig ist und nicht nachgibt, wenn du um Mitternacht schreibst, du bräuchtest das Passwort „nur kurz“. Ein Freund, ein Bruder, ein älterer Kollege. Er muss dich nicht kontrollieren und bekommt bei den Wegen auf consurgam.com/schutz keine Berichte. Er hält nur den Schlüssel. Wie du fragst, steht unter Accountability-Partner finden. Für das Handy findest du die passenden Schritte unter Pornos sperren am iPhone und Pornos sperren auf Android.
Fragen
Kann ich Pornos am PC kostenlos sperren?
Ja. Der Familienfilter von Cloudflare ist kostenlos, Apples Bildschirmzeit und Microsoft Family Safety sind in Mac und Windows eingebaut. Auf consurgam.com/schutz gibt es ein Mac-Profil und einen Windows-Befehl, die das zusammen einrichten, ohne Konto und ohne Abo.
Wirkt Apples Webfilter auch in Chrome und Firefox?
Apple beschreibt den Filter „Nicht jugendfreie Inhalte beschränken“ am Mac unter dem Stichwort Safari. Für andere Browser macht Apple dazu keine Angabe. Ein DNS-Filter wirkt dagegen in jedem Browser, solange dieser kein eigenes DNS benutzt.
Kann ein Erwachsener Microsoft Family Safety nutzen?
Ja. Laut Microsoft können Familienmitglieder Personen jeden Alters sein. Ein Freund kann Organisator der Familiengruppe sein und du Mitglied. Der Webfilter gilt dann in Microsoft Edge, nicht unterstützte Browser werden blockiert.
Wie prüfe ich, ob der Filter wirkt?
Öffne im Browser nudity.testcategory.com. Das ist eine harmlose Prüfseite von Cloudflare. Ist der Familienfilter aktiv, darf sie nicht laden.
Quellen
- Consurgam: Geräte einrichten (Mac-Profil, Windows-Befehl, Linux-Skript, FRITZ!Box) – https://consurgam.com/schutz/
- Apple: Einstellungen für App Store, Medien, Web & Spiele in „Bildschirmzeit“ auf dem Mac ändern, Mac-Benutzerhandbuch macOS 26, abgerufen 12.10.2026 – https://support.apple.com/de-de/guide/mac-help/mchlbcf0dfe2/26/mac/26
- Apple: Bildschirmzeit-Code auf dem Mac festlegen, ändern oder entfernen, Mac-Benutzerhandbuch macOS 26, abgerufen 12.10.2026 – https://support.apple.com/de-de/guide/mac-help/mchl336af525/26/mac/26
- Apple: Einstellungen „Benutzer:innen & Gruppen“ auf dem Mac ändern, Mac-Benutzerhandbuch macOS 26, abgerufen 12.10.2026 – https://support.apple.com/de-de/guide/mac-help/mtusr001/26/mac/26
- Apple: Einstellungen der Geräteverwaltung auf dem Mac ändern, Mac-Benutzerhandbuch macOS 26, abgerufen 12.10.2026 – https://support.apple.com/de-de/guide/mac-help/mh35474/26/mac/26
- Apple: Informationen zu iCloud Privat-Relay, abgerufen 12.10.2026 – https://support.apple.com/de-de/102602
- Apple: iCloud Privat-Relay für bestimmte Websites, Netzwerke oder Systemeinstellungen verwalten, abgerufen 12.10.2026 – https://support.apple.com/de-de/102022
- Microsoft: Filtern von Websites und Suchvorgängen mit Microsoft Family Safety, abgerufen 12.10.2026 – https://support.microsoft.com/de-de/family-safety/filter-websites-and-searches-using-microsoft-family-safety
- Microsoft: Rollen, Berechtigungen und Datenfreigabe in Family Safety, abgerufen 12.10.2026 – https://support.microsoft.com/de-de/family-safety/roles-permissions-and-data-sharing-in-family-safety
- Microsoft: Verwalten von Benutzerkonten in Windows, abgerufen 12.10.2026 – https://support.microsoft.com/de-de/windows/manage-user-accounts-in-windows-104dc19f-6430-4b49-6a2b-e4dbd1dcdf32
- Cloudflare: Set up 1.1.1.1 (1.1.1.1 for Families, Adressen und Prüfdomains), abgerufen 12.10.2026 – https://developers.cloudflare.com/1.1.1.1/setup/
- Cloudflare: 1.1.1.1 Public DNS Resolver, Datenschutz, abgerufen 12.10.2026 – https://developers.cloudflare.com/1.1.1.1/privacy/public-dns-resolver/
- Google: Sicherheit in Chrome verwalten (Computer), Google Chrome-Hilfe, abgerufen 12.10.2026 – https://support.google.com/chrome/answer/10468685?hl=de&co=GENIE.Platform%3DDesktop
- Mozilla: Konfiguration der Schutzstufen von DNS über HTTPS (DoH) in Firefox – https://support.mozilla.org/de/kb/firefox-konfiguration-schutzstufen-dns-uber-https
- Google: Die Google Suche mit SafeSearch sicherer machen, abgerufen 12.10.2026 – https://support.google.com/websearch/answer/510?hl=de&co=GENIE.Platform%3DDesktop
- Microsoft: Aktivieren oder Deaktivieren von Bing SafeSearch, abgerufen 12.10.2026 – https://support.microsoft.com/de-de/bing/turn-bing-safesearch-on-or-off
- FRITZ!: Andere DNS-Server in FRITZ!Box einrichten, Wissensdatenbank Nr. 165, abgerufen 12.10.2026 – https://fritz.com/service/wissensdatenbank/dok/FRITZ-Box-7590/165_Andere-DNS-Server-in-FRITZ-Box-einrichten/