Kurz gesagt
Am einfachsten geht es über Privates DNS: Unter Einstellungen > Netzwerk & Internet > Privates DNS trägst du family.cloudflare-dns.com ein. Dann lassen sich Seiten für Erwachsene in allen Browsern und Apps nicht mehr aufrufen, die das System-DNS nutzen. Diese Einstellung kannst du allerdings selbst wieder ändern. Ein Schloss mit PIN gibt es laut Google ab Android 17 in den Jugendschutzeinstellungen. Die PIN tippt dann ein Mensch, dem du vertraust.
Consurgam geht diesen Weg mit dir. Die Fastenzeit-Kohorte startet am 10. Februar 2027. Auf die Warteliste
Stand: · Michael Porwol
Bevor du anfängst
Nimm dir eine halbe Stunde am Tag, nicht spät am Abend, und am besten zusammen mit dem Menschen, der später die PIN kennt. Die Einrichtung ist nicht schwer. Schwer ist eher, jemanden darum zu bitten.
Ein Hinweis zu den Menüs: Android sieht je nach Hersteller etwas anders aus. Die Pfade unten stammen aus Googles eigener Android-Hilfe, abgerufen am 12. Oktober 2026. Google schreibt selbst, dass einige Schritte je nach Gerät abweichen können. Findest du einen Punkt nicht, such ihn über das Suchfeld oben in den Einstellungen.
Schritt 1: Privates DNS mit Familienfilter (5 Minuten)
Jedes Mal, wenn du eine Seite aufrufst, fragt dein Handy zuerst nach ihrer Adresse. Das nennt man DNS. Wenn diese Frage an einen Dienst geht, der Seiten für Erwachsene ausfiltert, bekommt das Handy für solche Seiten keine Adresse und die Seite lädt nicht.
- Öffne Einstellungen > Netzwerk & Internet > Privates DNS. Bei manchen Geräten liegt der Punkt unter „Erweitert“.
- Wähle „Hostname des privaten DNS-Anbieters“.
- Trag
family.cloudflare-dns.comein und tippe auf „Speichern“. - Öffne im Browser
nudity.testcategory.com. Das ist eine harmlose Prüfseite von Cloudflare. Sie darf nicht laden.
Cloudflare beschreibt diesen Dienst als „1.1.1.1 for Families“: Er blockiert Seiten mit Schadsoftware und Inhalte für Erwachsene. Privates DNS ist laut Cloudflare ab Android 9 verfügbar. Die Anfragen gehen verschlüsselt an Cloudflare, nicht an uns.
Die ehrliche Grenze: Diese Einstellung hat kein Schloss. Du kannst sie in zehn Sekunden zurückstellen. Sie ist eine Hürde, keine Mauer. Deshalb lohnt Schritt 2, wenn dein Gerät ihn anbietet.
Schritt 2: Jugendschutz mit PIN, ab Android 17 (10 Minuten)
Mit Android 17 hat Google Jugendschutzeinstellungen direkt auf dem Gerät eingeführt, ohne Family Link und ohne Kinderkonto. Voraussetzung laut Google ist die aktuelle Version von Android 17 oder höher. Ob dein Gerät das schon hat, siehst du in den Einstellungen.
- Öffne Einstellungen > Jugendschutzeinstellungen.
- Tippe auf „PIN für Jugendschutzeinstellungen einrichten“. Die PIN hat mindestens vier Stellen. Diesen Schritt macht der Mensch, dem du vertraust. Du schaust weg.
- Google bietet an, ein Wiederherstellungskonto hinzuzufügen, falls die PIN vergessen wird. Lass dort sein Google-Konto eintragen, nicht deines. Sonst kannst du die PIN jederzeit selbst zurücksetzen. Laut Google wird er dadurch nicht auf deinem Gerät angemeldet.
- Unter „Filter für Webinhalte“ schaltet ihr „Anstößige Websites blockieren“ und „Anstößige Suchergebnisse filtern“ ein.
- Unter „App-Limits“ wählt ihr Browser, die der Filter nicht abdeckt, und Apps, die dein Einstieg sind, und schaltet dort „App zulassen“ aus. Dann ist die App gesperrt.
- Unter „Ruhezeit“ legt ihr die Stunden fest, in denen das Handy gesperrt ist, zum Beispiel von 23 bis 6 Uhr.
Was du wissen solltest: Der Webfilter gilt laut Google nur für Chrome, die Google-App und Android System WebView in aktuellen Versionen sowie für Browser, die sich eigens anschließen. In anderen Browsern und Apps können anstößige Inhalte weiter erscheinen. Darum ist Punkt 5 wichtig. Außerdem schreibt Google: Wenn „Anstößige Websites blockieren“ aktiv ist, werden die Seiten, die du in Chrome besuchst, zur Prüfung an Google gesendet. Das ist der Preis dieses Filters. Wenn dich das stört, bleibt Privates DNS aus Schritt 1 der Weg ohne Google.
Laut Google sind bei aktiven Einschränkungen einige Geräteeinstellungen gesperrt, damit man die Funktionen nicht umgehen kann. Ohne PIN lassen sie sich nicht abschalten. Wird die PIN gelöscht, sind alle Einschränkungen aus. Gibt es auf dem Gerät mehrere Profile, etwa ein Arbeitsprofil, lassen sich die Einschränkungen laut Google nicht aktivieren.
Google beschreibt diese Funktion für Eltern und Kinder. Dass ein Erwachsener sie für sich selbst nutzt, schließt die Hilfeseite nicht aus, sie sagt es aber auch nicht ausdrücklich.
Schritt 3: SafeSearch auf „Filter“ (2 Minuten)
Öffne die Google-App, tippe oben rechts auf dein Profilbild, dann auf Einstellungen > SafeSearch und wähle „Filter“. Laut Google werden dann alle anstößigen Ergebnisse in der Google Suche blockiert. Das gilt nur für die Google Suche und lässt sich von dir selbst wieder umstellen, aber es nimmt die Bilder aus den Suchergebnissen, über die viele einsteigen.
Schritt 4: Inhaltsbeschränkungen im Play Store (3 Minuten)
Im Play Store tippst du auf dein Profilbild, dann auf Einstellungen > Familie > Inhaltsbeschränkungen > „Zu den Jugendschutzeinstellungen“. Dort legst du fest, welche Apps, Filme, Sendungen und Bücher nach Altersfreigabe angezeigt und installiert werden dürfen. Die PIN dafür bekommt ebenfalls die Person deines Vertrauens. Ab Android 17 nutzt der Play Store dafür die PIN der Jugendschutzeinstellungen.
Zwei Grenzen nennt Google selbst: Die Beschränkung gilt nur auf dem Gerät, auf dem sie eingerichtet ist, und sie wirkt nur auf neue Installationen, nicht auf Apps, die schon da sind. Webseiten im Browser sperrt sie nicht.
Schritt 5: Die Nacht absichern
Wenn es bei dir meistens spät im Bett passiert, hilft der Schlafenszeitmodus unter Einstellungen > Digital Wellbeing. Auch App-Timer für einzelne Apps findest du dort. Beides kannst du selbst wieder ausschalten, aber es unterbricht die Gewohnheit, „noch kurz“ zu scrollen. Die strengere Variante ist die „Ruhezeit“ aus Schritt 2, die nur mit PIN aufgeht.
Am wirksamsten ist etwas, das keine Einstellung ist: Lad das Handy nachts außerhalb des Schlafzimmers.
Schritt 6: Warnung vor Nacktbildern in Nachrichten
In Google Messages gibt es „Warnungen zu sensiblen Inhalten“. Die Funktion macht mögliche Nacktbilder unkenntlich und warnt vor dem Öffnen, Senden oder Weiterleiten. Laut Google geschieht die Erkennung auf dem Gerät. Für Erwachsene ist sie standardmäßig aus. Einschalten: in Google Messages auf dein Profilbild tippen, dann Messages-Einstellungen > Sicherheit & Datenschutz > „Warnungen zu sensiblen Inhalten verwalten“ und dort „Warnungen in Google Messages“ aktivieren. Google sagt selbst, dass die Erkennung nicht perfekt ist.
Wo die Sperre an Grenzen stößt
Es wäre unehrlich, dir eine dichte Mauer zu versprechen. Diese Grenzen solltest du kennen.
Für Erwachsene gibt es weniger Schlösser als für Kinder. Family Link ist nach Googles Hilfe für Eltern gedacht, die das Konto eines Kindes beaufsichtigen. Ein Inkognito-Verbot in Chrome gibt es dort für Kinder, für Erwachsene beschreibt Google keinen solchen Schalter. Die PIN aus Schritt 2 ist deshalb der wichtigste Baustein.
Manche Apps umgehen das System-DNS. Laut Android Developers können Apps mit eigenen DNS-Einstellungen am eingebauten Schutz vorbeigehen. Auch VPN-Apps können eigene DNS-Server setzen. Wenn du merkst, dass du solche Apps installierst, um an die Sperre vorbeizukommen, gehört das in das Gespräch mit deinem Anker.
Chrome hat ein eigenes „Sicheres DNS“. Unter Chrome > Einstellungen > Datenschutz und Sicherheit gibt es die Einstellung „Sicheres DNS verwenden“. Lass sie auf dem Standard und trag dort keinen anderen Anbieter ein.
Listen sind nie vollständig. Jeder Filter übersieht Seiten und sperrt manchmal harmlose.
Andere Geräte. Ein Tablet, der Laptop, der Fernseher: Ein einziges Gerät ohne Sperre umgeht alles. Für Mac, Windows-PC, Linux und den Router zu Hause gibt es unter consurgam.com/schutz eine Einrichtung mit einem Klick oder einem Befehl, mehr dazu unter Pornos sperren am PC und Mac.
Und die wichtigste Grenze: Eine Sperre ändert nicht, warum du zum Handy greifst. Sie verschafft dir einen Moment. Was du in diesem Moment tust, steht unter Wenn der Drang kommt.
Wer die PIN bekommt
Jemand, der zuverlässig ist und nicht nachgibt, wenn du um Mitternacht schreibst, du bräuchtest die PIN „nur kurz“. Ein Freund, ein Bruder, ein älterer Kollege. Ob deine Frau diese Rolle übernehmen soll, besprecht ihr am besten offen. Manche Paare wollen das, andere wollen gerade nicht, dass sie zur Aufpasserin wird. Wie du fragst, steht unter Accountability-Partner finden.
Ein Satz, mit dem du fragen kannst: „Ich bitte dich um etwas Kleines. Tipp mir bitte eine PIN ins Handy, die ich nicht kenne, damit ich meinen Filter nachts nicht allein ausschalten kann. Du bekommst keine Berichte und musst mich nicht kontrollieren.“
Und Consurgam?
Consurgam gibt es bisher nur für iPhone und iPad, eine Android-Fassung ist in Arbeit. Alles auf dieser Seite funktioniert ohne die App. Die Wissensseiten hier sind für alle frei, auch für Android-Nutzer, etwa Von Pornos loskommen und Rückfall: Was jetzt?
Fragen
Kann ich Pornos auf Android kostenlos sperren?
Ja. Privates DNS mit dem Familienfilter von Cloudflare, SafeSearch und die Inhaltsbeschränkungen im Play Store kosten nichts. Ab Android 17 kommen die Jugendschutzeinstellungen mit PIN dazu, ebenfalls kostenlos und ohne Zusatz-App.
Kann ich Family Link für mich selbst nutzen?
Nach Googles Hilfeseiten nicht. Family Link ist für Eltern gedacht, die das Konto eines Kindes oder Teenagers beaufsichtigen. Eine Beaufsichtigung zwischen zwei Erwachsenen beschreibt Google dort nicht. Für dich selbst sind die Jugendschutzeinstellungen auf dem Gerät der passende Weg.
Wie prüfe ich, ob der Filter wirkt?
Öffne im Browser nudity.testcategory.com. Das ist eine harmlose Prüfseite von Cloudflare. Wenn der Familienfilter aktiv ist, darf sie nicht laden.
Sperrt Privates DNS auch Pornos in Apps wie Instagram oder Reddit?
Nur die Adressen, die über den Filter laufen. Was eine App in ihrem eigenen Bereich zeigt, steuert die App. Wenn eine bestimmte App dein Einstieg ist, hilft eher ein App-Limit, das Sperren der App in den Jugendschutzeinstellungen oder das Löschen.
Quellen
- Google: Erweiterte Netzwerkeinstellungen auf Ihrem Android-Smartphone verwalten, Android-Hilfe, abgerufen 12.10.2026 – https://support.google.com/android/answer/9089903?hl=de
- Google: Jugendschutzeinstellungen auf einem Android-Gerät einrichten, Android-Hilfe, abgerufen 12.10.2026 – https://support.google.com/android/answer/16766047?hl=de
- Google: Inhaltsbeschränkungen bei Google Play einrichten, Google Play-Hilfe, abgerufen 12.10.2026 – https://support.google.com/googleplay/answer/1075738?hl=de
- Google: Die Google Suche mit SafeSearch sicherer machen, Google Suche-Hilfe, abgerufen 12.10.2026 – https://support.google.com/websearch/answer/510?hl=de&co=GENIE.Platform%3DAndroid
- Google: Einstellungen für die achtsame Nutzung Ihres Android-Smartphones mit Digital Wellbeing verwalten, Android-Hilfe, abgerufen 12.10.2026 – https://support.google.com/android/answer/9346420?hl=de
- Google: Warnungen zu sensiblen Inhalten in Google Messages, abgerufen 12.10.2026 – https://support.google.com/messages/answer/15724426?hl=de
- Google: Sicherheit in Chrome verwalten (Android), Google Chrome-Hilfe, abgerufen 12.10.2026 – https://support.google.com/chrome/answer/10468685?hl=de&co=GENIE.Platform%3DAndroid
- Google: Elternaufsicht für ein bestehendes Google-Konto einrichten und verwalten, Google für Familien-Hilfe, abgerufen 12.10.2026 – https://support.google.com/families/answer/9055704?hl=de
- Cloudflare: Set up 1.1.1.1 (1.1.1.1 for Families, Hostnamen und Prüfdomains), abgerufen 12.10.2026 – https://developers.cloudflare.com/1.1.1.1/setup/
- Cloudflare: 1.1.1.1 auf Android einrichten, abgerufen 12.10.2026 – https://developers.cloudflare.com/1.1.1.1/setup/android/
- Android Developers: Insecure DNS Setup (eigene DNS-Einstellungen von Apps), abgerufen 12.10.2026 – https://developer.android.com/privacy-and-security/risks/bad-dns
- Consurgam: Geräte einrichten (Android, Mac, Windows, Linux, Router) – https://consurgam.com/schutz/